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LED-Wuchslicht/Pflanzenlicht

Dieses Thema im Forum "Technisches" wurde erstellt von Sachsenbauer, 18. Februar 2015.

  1. Ruediger

    Ruediger Guest

    Nun ja, wenn man im Wohnbereich die Lampen für Pflanzen einsetzt möchte, möchte man ein halbwegs "normales" Licht haben, daher ist die Farbtemperatur ganz hilfreich. Tageslichtleuchten liegen bei 6000 K, d.h. haben einen höheren Blauanteil im Vergleich zu herkömmlichen warmweißen Leuchtmitteln.

    Und PAR interessiert mich da nur, wenn ich gerne Lichquellen miteinander vergleichen möchte, um ihre potentielle Wuchsleistung zu beurteilen. Mich interessiert für den Helligkeitseindruck schon mal der Lichtstrom, auch damit ich mir ein Bild über den Helligkeitseindruck machen kann.
    Gerne auch die Luxzahl, das ist nur Lichtstrom pro Fläche.

    Eine Natriumdampfhochdrucklampe mit Halogenidzusatz im Gartenbau hat bei 430 W z.B. 53000 Lux.


    Gerne frage ich selbst, da ich denke zu wissen was für mich relevant ist, das PAR ist für mich hier nur am Rande relevant.


    Es gibt zumindest Hinweise wieviel Lux manche Pflanzen-Arten brauchen, ich hatte vor langer Zeit so etwas mal im Netz gesehen, die Werte klangen zumindest plausibel.
    Für viele Naturformen vermutlich nicht, da primär der Erwerbsgartenbau an solchen Zahlen interessiert ist.
    Wer kann schon privat solche Daten sammeln?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. April 2016
  2. Jensemann

    Jensemann

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    Ach so... Deshalb habe ich, und viele andere auch, zur Pflanzenlampe zusätzlich eine in tageslichtweiß. Aber eines ist klar. Der Stromspareffekt is dann pfutsch, denn LED haben kaum mehr Lumenleistung als Gasentladungslampen. Man spart nur, wenn man nur das Lichtspektrum erzeugt, was man benötigt.
     
  3. Ruediger

    Ruediger Guest

    Spannend sind die LED schon, da fällt nicht viel Wärme an und die Bauform ist sehr kompakt.

    Ich denke da gibt es noch einiges Potential, und natürlich sind sie schon sehr effektiv und teils mit ordentlicher Intensität zu bekommen.

    Da interessiert mich so eine Profi-Lösung für Grasanzucht schon mal. Mal sehen was wir noch erfahren.
    Die Lebensdauer und Austauschbarkeit sind ja auch relevant, gut der Preis vermutlich auch...
     
  4. Jensemann

    Jensemann

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    Schau mal im Netz nach "Sunlight". Ein bekannter Gärtner setzt Leuchten dieser Firma schon länger mit Erfolg ein. Allerdings ist das nix für den kleinen Geldbeutel. Aber auch bei Pflanzenleuchten gilt oft: Wer billig kauft, kauft zweimal! Der Markt bietet auch jede Menge Schrott feil. Hier ist die Lebensdauer dann oft der Pferdefuß.
    Ich persönlich habe die LED Beleuchtung derzeit nur als Testballon zu laufen. Sollte es mich im kleinen überzeugen, habe ich nächsten Winter eine Bastelaufgabe. Ich werde mir meine Beleuchtung selbst löten. Bis auf die LED selbst, hab ich alle Bauteile für so ein Projekt im Haus. Aber im Sommer fehlt mir einfach die Zeit.
     
  5. Jensemann

    Jensemann

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    Ach ja Rüdiger, noch eine kleine Anmerkung was die Hitzeentwicklung angeht. Diese ist bei ähnlichem Wirkunggrad im Vergleich zu Gasentladungslampen in der Summe genauso hoch. Die Verlustleistung tritt immer als Wärme in Erscheinung. Deshalb besitzen alle Hochleistungs-LED Kühlkörper. Die Chips währen sonst binnen kürzester Zeit tot. Aber die Wärmestrahlung, welche die Pflanze trifft ist geringer. Das spricht auf jeden Fall für die LED.
     
  6. Terraqua

    Terraqua Guest

    Moin zusammen,

    da mich dieses Thema aktuell auch interessiert, habe ich den Thread eben gelesen. Kommt soweit mit dem von mir angelesenem gleich.
    Jedoch eine Frage:
    Gestern las ich in einem Artikel eines Schweizer LED Herstellers, das helles Licht, gerade das gelbe Spektrum, welches wir mit dem menschlichen Auge als hell empfinden, für die Pflanze völlig irrelevant ist, da sie dieses Spektrum nicht benötigt. Der Schweizer sprach sogar von Stress für die Pflanze. Auch das grüne Spektrum, was uns z.B. die Blätter grün sehen lässt, ist für die Pflanze völlig irrelevant.
    Mir drängt sich daher der Gedanke auf, das rotes und blaues Licht, wenn auch für unser Auge unschön und viel zu dunkel wirkt, für die Pflanzen vollkommen ausreichend ist.
     
  7. Fuxen

    Fuxen Leser

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    So gesehen ja, aber gewisse brauchen eben nicht nur Rot und Blau in den richtigen Verhältnissen sondern auch "anderes" Licht. Da habe ich aber noch keine Literatur gefunden welches einem hier wirklich weiter bringt.

    Gewisse Algen, als Beispiel, werden nur Rot (Entstehung eines Pigmentes) unter UV-Strahlung (A,B oder C weiss ich nicht mehr). Da kann ich mir schon vorstellen das es auch Orchideen gibt die nicht nur 430nm und 660nm benötigen. Daher ist immer schön, wenn der Hersteller genaue Angaben gibt. Ein Spektrometer fehlt mir leider noch in meiner Gerätesammlung.

    Auch wird irgendwo in den wirren des Internets behauptet, dass "gelbe" Licht sei für gewisse Pflanzen nötig um die Blüte zu initialisieren.

    Ich arbeite nun mit einer für Cannabis hergestellten Lampe(Weisses Licht, ca 5800-6400K), teuer, aber ist wie eine Sonne die du im Terra anknipst. Die Lampen sind absolut Wasserdicht, und mit 140W kannst du 5qm abdecken. das heizen eines Gewächshauses ist teurer als die Lampe...

    Wenn du wirklich Strom "sparen" willst, schalte auf Nachtbetrieb um. dann sparst du mit abstand am meisten.
     
  8. Fuxen

    Fuxen Leser

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    Mal ein Update zu meinen neuen LED Lampen die nun 1 Jahr drin sind. Der Preis hat sich gelohnt, die Pflanzen wachsen viel gedrungener. Die Leuchstoffröhren habe ich bis auf eine keine mehr drin. Die Blüten kommen schneller, üppiger und farbintensiver. Würde nichts anderes mehr nehmen. Die guten dinger sind von SAN Light aus Österreich. Lohnt sich diese mal anzuschauen.
     
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  9. Marlon

    Marlon Leser

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    Hey, gibt es eventuell auch neue Bilder, würde mich mal interessieren ? :)
     
  10. Skotch

    Skotch Leser

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    Ich wollte euch auch mal kurz von meinen Erfahrungen mit LED Beleuchtung mitteilen.
    Ich nutze diese Klemm-Leselampen und diese Lichtleiste, die eigentlich für die Kräuteranzucht gedacht ist von Ikea.
    Die Leselampe (glaube das sind 4 Watt) beleuchtet meine Vanilla planifolia und sie wächst in der hintersten Zimmerecke auch im Winter weiter und entwickelt sich super.
    Die Lichtleiste (12 Watt) nutze ich in einem kleinen Terrarium, wo ich einige meiner Fensterbank-Orchideen über den Winter bringe. In dem Terrarium wachsen diverse Gattungen und Arten. Maxillaria, Dendrobium, Dendrochilum, Oerstedella, Phragmipedium, Epidendrum und viele Ableger, die grade bewurzeln. Und auch hier kann ich bestätigen, dass sich die Pflanzen super entwickeln und fleißig neue kräftige Triebe bilden. Die Luftfeuchtigkeit wird durch tägliches sprühen auf ca 80% gehalten, die Abwärme der Lampe sorgt tagsüber für 23 Grad, nachts Zimmertemperatur bei 18 Grad. Auch die Blütenansätze sind sehr kräftig. Ich finde das Licht teilweise sehr stark, daher schütze ich einige Pflanzen etwas, indem ich Tillandsia usneoides darüber als Beschattung verteile ( wächst auch sehr gut ;) ). Bisher bin ich wirklich sehr positiv überrascht, da sowohl der Anschaffungspreis als auch die Stromrechnung schön niedrig ist. Ich hatte ehrlich gesagt keine Lust, um mich intensiv mit dem Thema LED zu beschäftigen und mich in Unkosten zu stürzen. Daher bin ich mit dieser Lösung sehr zufrieden.