Hallo Mitgärtner, ich hätte eine Frage, rein Neugiershalber: woran kann es eigentlich liegen, daß bei meinen Orchideen der Jahreszyklus so gar nicht stimmt? Bei den Monopodialen mache ich mir logischerweise keine Gedanken, daß BT, neues Blatt und neue Wurzeln gleichzeitig wachsen, bei den Sympodialen dagegen schon. Muß dann gedüngt werden trotz Blütentrieb, oder erhalte ich dann einen Kindeltrieb? Die Brassia treibt gerade einen BT und einen NT, desgleichen die Vuylstekearas, desgleichen die Tiny twinkle (bei der setzte das Wachstum eines NT ein, jetzt kommt noch ein neuer BT hinterher). Nicht daß es mich ärgert, aber es wäre interessant, den Grund dafür zu erfahren.. Viele Grüße, Sakura
Ich würde nicht sagen, dass der Zyklus nicht stimmt. Vielmehr haben die Pflanzen unterschiedliche Art und Weisen ihren "Neuwachszyklus" der Umwelt mitzuteilen. Bei manchen durch BT oder NT, bei manchen Wurzelwachstum, bei anderen alles zusammen usw. Das kommt immer darauf an, was man für Pflanzen hat. Bei manchen muss man genauestens die Ruhezeiten einhalten, andere nehmen das nicht so sehr übel, wenn man die Ruhezeit etwas "anpasst". Zu frühes Giessen/Düngen kann aber den Kindeltrieb fördern. Also, ausfindig machen was für einen Kandidaten man hat und dann dementsprechend genau kultivieren.
Schon, nur wenn man sich die Kulturdatenbank anschaut..... bei meinen sympodialen Orchis scheint es nur zwei Phasen zu geben: Wachstum (aber alles zugleich!) und eine kurze Ruhezeit.Ich passe da gar nichts an,sondern das Zeugs treibt, und ich muß mich anpassen und düngen, wenn ich nicht Reihenweise gelbe Blätter und verreckte Bulben haben will! Die letzte Dendr. nobile-Hybride, die ich endlich mit fester Ruhezeit und so kultivieren wollte, habe ich gerade in Nodienkultur... Von wegen Blüten-/Wachstumsdünger-Wechsel oder sowas! Ich wüßte gar nicht, wann ich was einsetzen sollte, weil es halt keine getrennten Phasen gibt! Bei keiner meiner Sympodialen hier! Seltsam!!!!?? Liebe Grüße, Sakura
Von Blüten/Wachstumsdünger halt ich sowieso nichts. Ab und zu mal das Präparat gewechselt und gut. Und solange Du darauf Acht gibst, nicht VOR dem ersten Lebenszeichen (egal wie) zu düngen passt doch alles. Je nach dem wie die Pflanzen vor dem Kauf gehalten wurden, kommen die schon mal ins Stottern bezüglich ihrer Ruhezeit. Aber das siehst Du ja dann an der Pflanze selbst. Ich hab z.B. eine Rossioglossum Grande, die mitten im Juli/August blüht. Und manche meiner Brasilien-Importe tun sich auch nach Jahren noch schwer.
Hallo, passen tut es schon, und gedüngt wird sowieso nur bei Wachstum, klar. Viele meiner Orchis fangen gerade an mit BT schieben, manchmal den ganzen Sommer über, die Monopodialen blühen oft auch im Winter.(Klar, als Schattenpflanzen) Aber der mögliche eigentliche Grund für diese Zustände wüßte ich gerne, wie gesagt, rein aus fachlicher Neugierde Viele Grüße, Sakura
Orchideen erben zunächst ihren "Zyklus". Wenn jetzt eine von "Down-Under" kommt, dann steht sie da mit ihrem "Timelag". Ich meine, was hat eine australische Orchidee bei uns zu suchen? Und wie benimmt sie sich dann? Sind schon interessante Fragen, Sakura, aber, wer weiß die Antwort? Was mache ich mit einem Import von der südlichen Erdhälfte? Benehmen sich Nachzüchtungen anders, "nördlicher" ???? Das Problem wird mir immer wieder klar, wenn ich bei R.N. Rentoul lese. Der stammt und schreibt nun mal von dort unten. Aus Herbst wird Frühling, aus Sommer wird Winter, aus März wird September. Grüße Rinaldo
Ja, Rinaldo, an sowas habe ich noch nicht gedacht. Aber als ein weiterer Faktor durchaus einleuchtend! Spannende Sache... Viele Grüße, Sakura