Da ich ja schon länger ein Auge auf diese kleinen Juwele geworfen habe und mich nun endlich trauen möchte, jedoch von der Vielzahl an verschiedenen Angaben für jeweils dieselbe Art verwirrt bin, frage ich nun Euch nach persönlichen Erfahrungen mit diesen Orchideen. Ganz toll wäre eine Auflistung möglichst vieler der im Handel erhältlichen Arten, damit dieser Thread auch in Zukunft wertvoll für Rat suchende ist. Ich bin mir sicher, dass es hier genügend erfahrene Orchideenliebhaber gibt. Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten!
Bei mir wächst eine Sophronitis cernua im Wintergarten. Dort hat es tagsüber 20-35°C je nachdem ob und wie stark die Sonne scheint, nachts sind es 15-20°C. Sie ist aufgebunden und ich tauche sie täglich. Mit dem Wachstum bin ich zufrieden aber blühen könnte sie öfter.
Meine cernua (habe sie seit 10/ 2013) hängt aufgebunden in der Vitrine. Der Temperaturbereich ist temperiert, ähnlich wie bei Brigitte. Sie wird täglich 2 x durch die Sprühanlage angesprüht. Wenn ich daran denke, tauch ich sie auch mal. Neutriebe kommen das gesamte Jahr immer wieder, das Wurzelwachstum ist auch ganz gut. Geblüht hat sie auch schon, aber auch nicht an allen Neutrieben. Im Dezember 2014 ist noch eine brevipedunculata in die Vitrine eingezogen. Es ist noch eine Jungpflanze, welche in 2 Jahren blühfähig sein soll. Die Pflege erfolgt wie bei der cernua, allerdings hängt sie näher am Ventilator, so dass die Temperaturen nicht ganz so hoch sind. Das Wurzelwachstum ist sehr gut, derzeit lauter grüne Wurzelspitzen.
Ich habe eine Sophronitis coccinea. Sie hat sich als sehr pflegeleicht erwiesen. Hab sie im Fenster Nord-west Seite, mit Zusatzbeleuchtung. Die Temperaturen sind wohnzimmertypisch im Sommer bis 25 Grad im Winter bis 22 Grad. Sie steht in Rinde mit Shagmum und wird mit Wasser-Düngermischung 100 Microsiemens gegossen. Sie mag nicht völlig austrocknen. Direkte Sonne nimmt sie schnell übel, bekommt trockene Blattspitzen. Eine ausgeprägt Ruhephase bekommt sie bei mir nicht. Halte sie intuitiv etwas trockener, wenn sie gerade kein Wachstum zeigt. Sonst stell ich nichts besonderes mit ihr an. Sie ist schon 7 Jahre bei mir und passt noch immer in einen 11er Topf, wächst also recht langsam. Sie blüht bei mir immer im Februar, also einmal im Jahr. Würde behaupten, das sie gut anfängertauglich ist. Gruß ... Jens
Danke für Eure Antworten, hört sich ja schon ziemlich vielversprechend und vor allem garnicht kompliziert an, das freut mich sehr.
Empfinde ich auch so, deshalb starte ich auch einen neuen Versuch mit ihnen. Gute Idee von dir diesen Thread zu starten ...
Hallo Frederick, auch wenn du hier ja schon hilfreiche Antworten erhalten hast, wollte ich mich noch kurz zu Wort melden. Hatte ich ja versprochen Bei mir sind inzwischen einige Sophronitis eingezogen und habe auch schon etwas Erfahrung sammeln können. Ich habe meine Sophronitis in 2 Gruppen geteilt: kalte Truppe: S. coccinea, S. brevipedunculata, S. mantiqueira und die Hybriden mit Laelia stehen im Winter in einem kälteren Raum wo die Temperaturen unter Tags bei ca. 15 -18grad sind und viel Frischluft zur Verfügung steht. die Gruppe die es wärmer mag S. cernua und S. alagoensis stehen in einem Raum bei ca 22grad. Im Sommer kommen alle meine Sophronitis in den Garten an ein halbschattiges und vor Regen geschütztes Plätzchen. Da sie Frischluft und auch eine Nachtabsenkung sehr mögen hat sich das für mich als gute Möglichkeit erwiesen. Natürlich kommen S. cernua und alagoensis erst bei richtig warmen Temperaturen in den Garten. Nach meiner Erfahrung kann man Sophronitis sowohl aufgebunden als auch getopft gut kultivieren. Im Terrarium hatte ich komischerweise nicht so viel Glück mit diesen kleinen Schönheiten aber möglicherweise hatten sie dort nur zu wenig Licht zur Verfügung.
Vor ein paar Tagen sind hier Sophronitis brevipedunculata J2, Sophronitis coccinea J3, und eine wohl blühstarke Sophronitis cernua eingezogen. Leider gibt es bei O&M nur die Jungpflanzen, aber mal schauen, nicht selten sind die Pflanzen schneller als dort angegeben. Im Moment hängen sie nebeneinander, hell und temperiert.
Ich bin mir nicht sicher, ob es hilfreich ist, aber ich konnte folgende Erfahrung machen: allerdings unterschiede ich eher in "feuchterer" und "trockener" Kultur. Sophronitis coccinea und mantiqueira sind getopft besser aufgehoben. Sophro. cernua, brevipedunculata und alagoensis trocknen gerne ab und sind aufgebunden. Sie stehen/ hängen bei mir alle südseitig mit viel Licht, guter Luftumwälzung bei Temperaturen zwischen 15 und 30 Grad. Meine Aufgebundenen werden täglich besprüht. S. mantiqueira wird bei mir am "kühlsten" kultiviert und sitzt in einem Tontopf. Bis jetzt bin ich mit den kleinen sehr zufrieden.