trotz Unwetter gings zu den Jungs

Dieses Thema im Forum "Orchideenfotos (Naturformen)" wurde erstellt von Ingrid, 26. Januar 2009.

  1. Phil

    Phil Guest

    Manchmal geht es nicht anders und so schlimm ist das bei Pflanzen auch nicht. Die könne das genetisch wesentlich besser ab als Tiere.
    Bedenken muss man auch, dass manche Pflanzen autogam sind. Z.B. Holcoglossum amesianum oder einige Arten aus der Sektion Sorotylos, auch bei Holcoglossum. Die kommen in solch hohen Lagen vor, dass es dort kaum Bestäuber gibt.
     
  2. kobe

    kobe Guest

    das mit dem hirsutum ist sehr schade, war ein geiles Teil. Da wäre dann natürlich Nachkommen aus einer Selbstung besser gewesen als garkeine. Ich schrieb ja auch, das man es in den allermeißten Fällen vermeiden kann. Das hirsutum wäre dann ein Fall für die wenigen Ausnahmen gewesen ;)

    wie recht du hast...:lol:
     
  3. kobe

    kobe Guest

    amesianum blüht bei mir gerade, werde das mal beobachten! Sobald aber die 2. Pflanze offen ist kommt der Fremdpollen drauf! :D
     
  4. Phil

    Phil Guest

    Was für ein hirsutum?

    Klar ist man bei Thrixis aber auch....
     
  5. Phil

    Phil Guest

    Hmm. Bei mir blühen mehrere Holcoglossum flavescens. Hat jemand Vanda lilacina? Meine blüht grad auf. Da wollte ich eigentlich auch vermehren.

    @Martin
    Wie könnten Pink Duck nachkreuzen, die ist ganz hübsch.
    [​IMG]
     
  6. Wolle

    Wolle Guest

    Pteroceras hirsutum :sad:
     
  7. Phil

    Phil Guest

    Ok.... das ist mies. Mir ist ein Holcoglossum weixiense platt gegangen. Das war auch gaaanz bitter. Heute hätte ich es bestimmt hinbekommen.
     
    Ruediger gefällt das.
  8. Gast

    Gast Guest

    Dieser thread nimmt jetzt zwar eine unerwartete Wende, geht aber in eine sehr interessante Richtung: Es geht um die Idee wie man als Ochideenliebhaber einen Beitrag zur Arterhaltung besonders schützenswerter Orchideen leisten könnte und dies speziell über die sinnvolle Vermehrung botanischer Arten, die ansonsten nicht aus kommerziellen Erwägungen nachgezüchtet würden.
    Bisher bestehen im wesentlichen nur Insellösungen, d.h. es gibt Liebhaber die besitzen ein paar botanisch wertvolle Arten und versuchen sie selbst zu vermehren oder geben den Samen an Bekannte weiter. Es existieren sogar kleine aber überschaubare Netzwerke. Dies ist sicher besser als nichts zu tun.
    Nun ist das Potential allein hier im Forum sicher viel größer, d.h. es gibt viele Besitzer botanisch wertvoller Arten und es gibt sicher auch viele Liebhaber, die gerne Jungpflanzen von diesen Pflanzen hätten. Eine Lösung wäre eine Saattauschzentrale, dies hatte es früher in der DOG gegeben wurde dann aber aus unerfindlichen Gründen eingestellt und konnte später nicht mehr belebt werden. Eine Saattauschzentrale im Forum halte ich auch für problematisch ohne jetzt auf meine Befürchtungen einzugehen. Der größte Nachtteil besteht aber sicher darin, dass Samen irgendwo hin gelangt, wo der Erfolg keineswegs sicher ist und dass Liebhaber die nichts zu bieten haben auch nichts erwarten können.
    Ich habe folgende Idee, die ich für realisierbar halte:
    1. Es werden Samenkapseln produziert, entweder kann dies der Liebhaber selbst bewerkstelligen oder in einem Verbund werden Pollen ausgetauscht. 2. Dieser Samen geht an eine professionelle Aussaatfirma. Diese Firma macht ein Minimum von 500 Pflänzchen (darunter machts keine Firma).
    3. Wenn die Flaschen fertig sind (ca. 1 Jahr) werden die Pflänzchen im Forum angeboten. Der Preis sollte unter 1€/Pflänzchen sein. Für eine gewisse Zeitspanne (3 Wochen?) kann jeder diese Pflänzchen quasi zum Selbstkostenpreis erwerben. Einsender sollten bevorzugt werden, wobei ich meine, dass bei 500 Pflänzchen eher das Problem ist was mit dem Rest geschieht. Diesen Rest übernimmt eine Gärtnerei, ein Sponsor.
    Mit diesem Modell könnte jeder seine (wertvolle!) Pflanze aussähen lassen, bzw. viele könnten günstig an seltene Pflanzen kommen.
    Im Detail müsste man klären, wie entscheidet man dass sich eine Aussaat aus den genannten Gesichtpunkten lohnt? Es sollte keineswegs eine Baummarkthybride vermehrt werden. Da würde ich vorschlagen es wie bei den Fotos zu machen, ein Expertenteam entscheidet. Das klingt vielleicht etwas bürokratisch aber einen Filter muss man aus genannten Gründen vorschieben.
    Nach Rücksprache mit Ingrid würde sie den nächsten Schritt übernehmen, d.h. sie versendet den Samen an die Firma (kein Orchideenbetrieb, oder sonst was mit Interessenkonflikten) und holt ihn dort auch wieder ab und versendet dann die Pflänzchen frisch aus der Flasche mit etwas Moos. Eine komplette Flasche (üblicherweise ein Becher) hat etwa 30 Pflänzchen.
    Nachdem die Pflänzchen von Ingrid verschickt wurden, liegt das ganze Risiko beim Empfänger.
     
  9. PeterG

    PeterG Guest

    @Gast - klingt logisch und eventuell praktikabel, wenn Ingrid an der Stelle
    nicht zu viel Arbeit aufgedrückt wird !
    Oder es machen andere Personen auch noch mit um die Arbeit Einzelner zu
    reduzieren, was aber den Organisationsaufwand etwas erhöhen würde.

    Ansonsten halt ich die Idee vom Gast für klasse und es hätte noch einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt!
    Für das Forum wäre mal wieder ein sachlicher und nach außen hin
    attraktiver Pluspunkt im sicher vorhandenen "Konkurrenzkampf" der Orchideenforen zu verbuchen!
    Zusätzlich würde mit einer solchen Aktion ein Achtungszeichen in der Orchideenszene gesetzt,
    was die Rolle der Liebhaber bei der Arterhaltung betrifft!
     
  10. Shadowhawk

    Shadowhawk Guest

    Das hört sich doch extrem vielversprechend an
    Jetz muss der Stein nur ins Rollen kommen
    Ich würde mich auch freuen etwas mehr besondere Arten in meine Sammlung zu bringen und würde natürlich auch gerne ein paar der Pflänzchen kaufen :)
     
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