Temperaturunterschiede

Dieses Thema im Forum "Rund um die Pflege" wurde erstellt von max4orchids, 10. Mai 2011.

  1. max4orchids

    max4orchids Guest

    Welche Termperaturunterschiede sind zumutbar?

    Meine Orchideen (vor allem Naturformen von Laelien und Cattleyen) stehen im Wintergarten so, dass sie von ca. 13 Uhr an mit Unterbrechungen im Sonnenschein stehen. Die Unterbrechungen kommen dadurch zustande, dass Dachsparren und ein großer Kirschbaum im Südwesten zeit- und teilweise für Schattierung sorgt.

    Ich habe ein Minimum-Maximum-Termometer, welches gestern vorübergehend auf eine Spitze von 36° C geklettert ist (bei Außentemperaturen um die 26° C); ansonsten lag es tagsüber meist bei etwa 30 - 32° C. Und heute morgen um 6 Uhr hatte ich ein Minimum von ca. 17 ° C (bei einer Außentemperatur von ca. 12° C) - das sind fast 20° C Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht bezogen auf die Extremwerte bzw. über 10° C Temperaturschwankung bezogen auf die durchschnittlichen Werte.

    Mein Eindruck ist, dass es den Orchideen soweit gut geht, sogar größtenteils sehr gut, weil ich ein gesundes Wurzelwachstum beobachten kann und die Blätter fast durchgängig knackig-fest und prall sind.

    Trotzdem fürchte ich, dass ich bei steigenden Außentemperaturen Probleme bekommen könnte... Ich kann lediglich anführen, dass es hier oben im Norden sowieso nicht ganz so heiß wird (also viel mehr als 26° C Außentemperatur gibt es auch im Hochsommer selten) und dass ich noch nicht die Möglichkeit eines Umlüfters aktiviert habe (im Moment lüfte ich praktisch durchgehend durch Öffnen aller Wintergartentüren). Meine Horrorvision ist natürlich, was passiert, wenn mal niemand da ist und das Wetter von kühl auf heiß umkippt...

    LG max4orchids
     
  2. Frinni

    Frinni Guest

    Ich könnte mir vorstellen, dass nur die pralle Sonne für Probleme sorgen könnte.
    Die hohen Temperaturen eher weniger,solange die Frischluftzufuhr stimmt. :unsure:
     
  3. Milla

    Milla Guest


    Dazu tendiere ich wohl auch. In der Kulturdatenbank werden die Temperaturen im Sommer zwischen 17 und 29° angegeben. Die Differenz selbst wird den Pflanzen wohl weniger Schaden, wenn sie durch genügende Frischluftzufuhr ausgeglichen wird.

    Dabei steht aber ein Gewächshaus oder Wintergarten immer in der Gefahr des technischen Versagens. Dann sind Schäden, sowohl im Winter als auch im Sommer unvermeidbar.

    Allerdings, wenn du wirklich Bedenken haben solltest im Sommer Probleme zu bekommen, dann solltest du wirklich an einen Umlüfter denken.
     
  4. Garfield

    Garfield Guest

    Kannst du bei grosser Hitze nicht wie bei einem Gewächshaus Teile der Verglasung öffnen?
     
  5. max4orchids

    max4orchids Guest

    Doch, es lässt sich fast 50% der Seitenwände öffnen. Doch wie heißt es so schön: "Feuer breitet sich nicht aus, hast Du Minimax im Haus. Minimax ist großer Mist, wenn Du nicht zu Hause bist" :)

    LG max4orchids
     
  6. max4orchids

    max4orchids Guest

    Der ist sogar schon eingebaut, aber noch nicht an die Elektrik und auch noch nicht an den Thermostat angeschlossen... Das muss ich jetzt schleunigst veranlassen!

    Da der Wintergarten bewohnt und mit dem Haus gekoppelt ist, sollte ein Ausfall der Zentralheizung zumindest soweit unwahrscheinlich sein, dass plötzlich Frost Einzug hält... Mehr Sorgen bereitet mir der umgekehrte Fall, dass der Thermostat spinnt oder der Umlüfter im dringlichen Fall versagt und die Pflanzen bei über 40° C gekocht werden...

    Ich denke, im Hochsommer werde ich auch nicht umhin kommen, die Pflanzen nach draußen in den Garten zu stellen. Ich fürchte nur die steifen Brisen, die es hier regelmäßig gibt...allerdings hatte ich voriges Jahr die Pflanzen für über 3 Wochen im August draußen - und es hat ihnen ohne Ausnahme sehr gut getan.

    LG max4dendro
     
  7. max4orchids

    max4orchids Guest

    zu viel Sonnenschein

    Hm... ich frage mich, wie die Pflanzen zu viel Sonne bekommen sollen, wenn das bisher nicht der Fall war. Wir hatten jetzt bestimmt 14 Tage praktisch ununterbrochen Sonnenschein - und das im April / Mai, d.h. zu einem Zeitpunkt wo die Sonne bekanntlich besonders stark ist und die größten Schäden anrichtet, da sich die Pflanzen nicht so schnell anpassen können.

    Möglicherweise hatten sie bei mir aber so kontinuierlich zunehmenden Sonnenschein genossen, so dass sie jetzt abgehärtet sind, also auch in den kommenden Monaten kaum mehr Sonne abbekommen werden.

    Die offene Frage ist allerdings, was passiert, wenn starker Sonnenschein mit hohen Außentemperaturen dafür sorgt, dass das Gewächshaus noch wärmer wird - dann kann es eben doch an einem Punkt zu viel sein, weil gleichzeitig ja wohl auch die Luftfeuchtigkeit dramatisch abnimmt...

    Insofern leuchtet mir ein, dass ich sehr vorsichtig sein muss, womöglich für eine Schattierung sorgen oder besser einen Gartenaufenthalt...

    Damit Ihr Euch einen Eindruck machen könnt - im thread zur Cattleya dowiana var. aurea kann man 2 Fotos sehen (vgl. http://www.forum.orchideen-forum.de...n-Bl%E4ttern&p=643845&viewfull=1#post643845#3). Klar, die Steinlaelien haben hübsch rote Blätter und auch die L. purpuratas var. striata hat jede Menge dunkle Punkte. Eine Cattleya-Hybride im supergroßen Neutriebe ebenfalls viel Pigmente, aber diese nehmen langsam eher ab als zu, also nicht besorgniserregend.

    LG max4orchids
     
  8. Lycaste53

    Lycaste53 Guest

    Je wärmer es wird, umso wichtiger ist Ventilation mit gleichzeitiger Luftbefeuchtung, das senkt infolge der Verdunstung des Wassers die Raumtemperatur (Adiabatische Kühlung).

    LG Lycaste53
     
  9. max4orchids

    max4orchids Guest

    Datenlogger

    Hallo,

    habe jetzt mal mit meinem Datenlogger die Verhältnisse über ein paar Tage aufgezeichnet. Muss hinzufügen, dass das Wetter durchmischt und eher kühl und bewölkt als mit Sonnenschein war, also nicht ganz so wie in der kritischen Phase, in der ich meine Anfrage hier gestellt habe.

    Ergebnis: Ich habe offenbar bislang falsch von einem Thermometer abgelesen, das direkt dem Sonnenschein ausgesetzt war! Vielleicht ist das ja auch gar nicht mal so ganz falsch, weil die Blätter der Orchideen ja auch dem Sonnenschein ausgesetzt waren, also den abgelesenen Temperaturen ausgesetzt sein konnten - wenngleich die Umgebungstemperatur, wie die Graphiken anbei verraten, deutlich niedriger gewesen sein durften...

    Man sieht schön, wie beim Sprühen regelrechte Pikes in der rel. Luftfeuchtigkeit entstehen und doch einige Zeit anhalten, vor allem in der Nacht - und mit einer Temperaturabsenkung um ca. 2,5° C einhergehen.

    Ansonsten sind die Temperaturwerte im Moment im Grunde ganz in Ordnung für Cattleyen und Laelien, wenn ich das richtig sehe.

    [​IMG]

    [​IMG]

    Also immer wenn die gelbe Kurve der rel. Luftfeuchtigkeit steil nach oben ausschlägt, dann habe ich gesprüht...

    LG max4orchids
     
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