hallo, ihr lieben. mir geht schon immer der gedanke im kopf herum, ob ich mir mein orchideensubstrat nicht selbst herstellen kann und zwar mit Akazienrinde. ich habe in meinem alten ungarischen haus nur kachelöfen (keine zentralheizung).nun fällt da durch das brennholz viel Akazienrinde an wo ich bald nicht mehr weiß wohin damit im normalen substrat ist pinienrinde enthalten, oinien sind aber nadelbäume und ich denke, daß nicht viele orchideen auf nadelbäumen wachsen, denn an den natürlichen standorten wachsen sehr wahrscheinlich keine koniferen, schon gar nicht in tropischen zonen. meine Akazien wachsen im warmen ungarn und sind laubbäume, wäre es da nicht besser, wenn man diese rinde verwenden würde, denn der hohe harzanteil in pinienrinde kann doch eigentlich nicht förderlich sein für ein gesundes wachstum von orchideen. oder liege ich da irgendwie falsch ich würde mich sehr freuen wenn ich von euch ein paar feedbacks bekommen könnte. ersteinmal vielen dank für eure, hoffentlich reichlichen meinungen euer sepp spitzer
Servus Sepp, das mit der Akazienrinde würde ich mir gut überlegen. Akazien oder auch Robinien produzieren giftige Gerbstoffe (Tannine) in den Blättern, bin mir aber nicht sicher, ob diese aber auch in der Rinde vorhanden sind. Denke aber schon... Edit: Hab grad ein bisschen gesucht, da schreiben Pferdebesitzer, dass Ihnen die Tiere jämmerlich eingegangen sind, nachdem sie am Akazienrindenpfahl geknabbert haben... OT: „bereits 150 Gramm Akazienrinde bei einem Pferd mit rund 600 Kilogramm Gewicht unmittelbar zum Tod führen“. Scheint nicht geeignet für Orchideen...
na, wenn akazienrinde soviel tannin enthält, dann dürften aber pferde auf gar keinen fall eichenrinde fressen,denn die enthält so viel davon, daß man damit im frühen mittealter leder gegerbt hat
Hallo, zuallererst sollte die Frage geklärt werden, ob du überhaupt von echten Akazien spricht. Die Wahrscheinlichkeit ist viel höher, dass es eher um Robinien geht, wenn Du in Ungarn lebst. Die werden im Volksmund gerne Akazien genannt, haben aber biologisch überhaupt nichts mit Akazien zu tun und enthalten auch meines Wissens nach keine Tannine. (Tannine sind eigentlich dazu da um Freßfeinde abzuwehren, nicht andere Pflanzen. Die Frage ist, ob die Orchideen die Tanine überhaupt aufnehmen und wie schädlichen sie für sie sind.) Bei einem Substrat sollte an erster Stelle interssieren, wie strukturstabil es ist, wie luftdurchlässig es ist und wie es mit dem Vermögen Wasser zu speichern aussieht. Am besten ist, Du stellst einfach ein paar Versuche an. Viele Grüße Eva
Tannine finden sich unter Anderem auch noch im Holz und der Rinde von Eichen, Birken und Kastanien und Robinien... Die sollten Pferde auch nicht fressen. Aber Leder haben die im Mittelalter auch nicht gegessen, oder :??? Eichenzäune wären übrigens ziemlich teuer... Info zu Robinien: Die ganze Pflanze gilt als stark giftig, besonders aber die Rinde und die Früchte. Hauptwirkstoffe: in der Rinde etwa ein bis sechs Prozent Robin, Phasine, Syringin, zwei bis sieben Prozent Protocatechingerbstoff in den Blättern Indican, Asparagin, Kämpferöl und Acacetin in den Samen Lectine Da würde ich meine teuren Orchideen nicht reinpflanzen, um mir 5€ für einen Sack Pinienrinde zu sparen...
Die Giftigkeit der Akazienrinde ist nicht auf die Tannine zurückzuführen, sondern auf die Verbindungen Phasin und Robin. Diese sind aber nicht für Pflanzen giftig. Gerbstoffe in geringer Konzentration wirken desinfizierend. Daher könnte ich mir vorstellen, das Akazienrinde sich als Substrat eignen könnte. Wie währs mit nem Versuch? Einfach mal was nicht so wertvolles einpflanzen und beobachten. Wie stabiel bleibt das Substrat, wie gut trocknet es ab und was sagt die Pflanze dazu? Nichts geht über eigene Erfahrungen. Können auch schlechte sein, wie mein Versuch mit Kokoschips. Ging bei mir vollends in die Hose... Ach ja, die Borke würde ich auf jeden Fall abkochen wegen ungewünschten Bewohnern. Gruss ... Jens
Haltbarkeit von akazienrinde vielen dank erstmal für das interesse an meinem versuch. bitte entschuldigt, wenn ich alles klein schreibe, aber meine linke hand funktioniert nicht mehr so gut. zum holz: es ist natürlich robinie, die ungarn nennen es " akac" zum geld: natürlich bin ich ein bißchen geizig, aber hier ist nur sehr schwer an ordentliches substrat zu kommen zum geld: in ungarn sind robinie und zerreiche normales brennholz, also nicht unbedingt teuer haltbarkeit: robiniensäulen werden im weinbau vorzugsweise eingesetzt, sie halten in der erde bis zu 50 jahre inhaltstoffe: gerbstoff ist desinfizierend, die anderen stoffe machen mir auch ein bißchen sorge, aber ich werde einen, oder mehrere versuche machen, könnt ihr mir einen tipp geben, welche orchidee recht schnell wächst um schneller zu einem erbebnis zu kommen (fragezeichen, ich weiß nicht wo au dieser ungarischen tastatur das fragezeichen ist) schönen dank an euch und bis bald sepp
Nur mal so als Gedanke, Robinie wird auch zum Aufbinden bei epiphytischer Kultur verwendet. Müsste dann doch auch als Substrat funktionieren.
Genau das denke ich mir auch, gibt viele die auf Robinie aufbinden, es sogar empfehlen und denen geht auch nix darauf ein.
akazienrinde viele Dank für die Informationen von Euch beiden sieht aus als wenn sich ein Versuch lohnen würde. meld mich wieder, wenns neue Erkenntnisse meinerseits gibt bis bald, Sepp