Sphagnum Terrarium

Dieses Thema im Forum "Rund um die Pflege" wurde erstellt von katzenhai2, 10. November 2009.

  1. Kristina24

    Kristina24 Guest

  2. katzenhai2

    katzenhai2 Guest

    Die Seite wird nicht mehr betreut. Ist bereits seit einem Jahr oder länger im Wartungsmodus und eine Bestellung per eMail erbrachte keine Reaktion.
    Ich habe mein Sphagnum von einem netten User, der mir etwas abgegeben hat.

    Es geht in erster Linie um die Antibakterielle und Fungizide Wirkung des Sphagnums, weniger um die Luftfeuchtigkeit. Sphagnum gibt Ionen an seine Umgebung ab und dadurch werden alle Arten von Keimen minimiert. Zusätzlich spornt dieses Verhalten Pflanzen zu starkem Wurzelwachstum an. Es entzieht allerdings seiner Umgebung alle Nährstoffe und saugt sie auf wie ein Schwamm. Die Orchideen sollten deshalb regelmäßig gedüngt werden, was ich in letzter Zeit etwas vernachlässigt hatte. Ein Paphi-Kenner meinte, sie sähen gestreßt aus.
     
  3. *Andrea*

    *Andrea* Guest

    Und woran macht er das fest? Würde mich mal interessieren. Für mich sehen Deine Paphis vor Gesundheit strotzend aus. :???
     
  4. katzenhai2

    katzenhai2 Guest

    Er meinte, er sähe es am Laub, das nach Stress aussieht. Es könnte am Licht liegen, glaubt er aber nicht. Es fehle wohl das "Futter" (weil ich erwähnt hatte, wie selten und gering dosiert ich dünge).
     
  5. *Andrea*

    *Andrea* Guest

    Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen.
     
  6. katzenhai2

    katzenhai2 Guest

    Ja mal schauen. Er ist zumindest sehr erfahren im Bereich Paphis, deshalb nehme ich seinen Kommentar schon ernst. Allerdings war er rückwärts umgefallen, als er das Wurzelwachstum hier gesehen hat. Von daher ist es manchmal einfach nicht schlecht, wenn man mal neue Wege beschreitet. ;)
     
  7. katzenhai2

    katzenhai2 Guest

    Kleine WARNUNG an Phalaenopsis Betreuer:
    Das funktioniert nur mit Feuchtigkeitsliebenden Orchideen. Phalaenopsis gehören definitiv NICHT dazu! Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
     
  8. Ilona.

    Ilona. Guest

    Danke für den Tip. :rolleyes::D
     
  9. katzenhai2

    katzenhai2 Guest

    Sphagnum ist schon nutzbringend für alle, aber bevor nun jemand Phalaenopsis Dauerfeucht in ein Aquarium stellt, ohne Belüftung mit Kokossubstrat im Topf... ich sags mal lieber!
    Nun verstehe ich auch besser, wieso alle denken ich wäre verrückt und es würde alles verschimmeln. Bei Phalaenopsis tut es das in der Tat ohne Belüftung. Deren Wurzeln scheinen da nicht so drauf zu stehen (Tüte mit Sphagnum ohne Topf geht, kennen wir ja als Tütenmethode).
    Bei Paphiopedilum hingegen funktioniert es! Und wie es aussieht, hat es bisher noch nie jemand ausprobiert.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. März 2010
  10. katzenhai2

    katzenhai2 Guest

    Kleine Korrektur von mir, nach einiger Zeit und mehr Erfahrung mit Phalaenopsis:
    Die kann man sehr wohl auch in solch einer Umgebung halten, Dauerfeucht ohne Probleme!
    Habe zwei Kandidaten: Eine Phal. celebensis in Blähton und ein Töpfchen mit vielen JPs in Kokossubtrat.

    Meine Aussage, daß es bei diesen Bedingungen bei Phalaenopsis zu Schimmel führen könnte rührte daher, daß eine neu getopfte Pflanze plötzlich anfing zu schimmeln. Das lag aber offensichtlich daran, weil die Kokoschips monatelang offen herumlagen und sich zig Staub (und damit auch Pilzsporen aus der Luft) dort niederlassen konnte. Das führte beim einsetzen in das Aquarium zu einem regelrechten Pilzteppich, der dann auch die Pflanze angriff. Nach dem Verwenden von sauberen und gewaschenen Kokoschips (neu gekauft) ist dies nicht wieder aufgetreten.

    Die Pflanzen entwickeln sich sehr gut! Unterdessen habe ich meine Leuchtstofflampe auf 2x 39W reduziert, da 4x 39W definitiv zu viel waren und zu gelben, ausgebleichten Blättern führte. Messungen ergaben Luxwerte von 8.000 - 10.000 Lux. Wohl etwas zu viel mit 865'er Röhren in dieser Stärke. Das war der "Stress", den einige Paphikenner bei meinen Pflanzen erkannt hatten (siehe Beitrag #24). Die neuen Blätter sind nun wieder grün. Außerdem tauche ich alle Pflanzen jede Woche bis alle 2 Wochen mit aufgedüngtem Osmosewasser (400 - 500 µS). Fotos kann ich nicht nachliefern, da die Fotokamera defekt ist.

    Man sollte allerdings auf drei Kleinigkeiten aufpassen:
    1. Das Sphagnum sollte die Pflanze nicht direkt berühren. Dies kann bei evtl geschwächten Pflanzen zu einer Pilzinfektion an Blatteilen führen. Diese läßt sich aber sehr schnell durch Holzkohle an der Stelle behandeln und trocknet dann sofort ein. Ist mir bisher erst zweimal bei bereits geschwächten Pflanzen passiert.

    2. Das Substrat sollte mit ein bißchen Sphagnum in Berührung kommen, wenn es neu ist. Vorhandene Pilzsporen haben dann keine Chance mehr, sich ausreichend zu entwickeln. Ist das Substrat bereits eine Weile im Aquarium, kann das Sphagnum von der Oberfläche entfernt werden. Dies ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, um solche Probleme wie oben erwähnt zu vermeiden.

    3. Der pH-Wert des Substrates kann sich in den sauren Bereich verschieben. Vermutlich ist das Sphagnum dafür verantwortlich. Abhilfe schafft etwas kohlensaurer Kalk, der dem Substrat beigemischt wird. Dabei muß man sehr behutsam vorgehen, da der Kalk den pH-Wert sehr schnell ansteigen lassen kann. Dies führt zu einem erkennbar verbessertem Wachstum. Das hält ne ganze Weile an.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Juni 2010
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