Hallo an Alle hier im Forum! Ich habe nun seit etwa 2 Jahren eine schöne große Vitine in meinem Arbeitszimmer. Im nachhinein muss ich sagen, das war eine echte Umstellung von Fensterbankkultur auf Vitrine. Vor allem das Gießen und das darauf folgende Ablüften hat mich am Anfang viel Kopfzerbrechen gekostet. Der ein oder andere Neutrieb hat sich dadurch auch verabschiedet. Doch so langsam habe ich mich auf die Pflanzen eingestellt oder vielleicht auch die Pflanzen sich auf mich :; Im letzten Winter (Ruhezeit) hatte ich meistens die Heizung aus, so dass die Temperaturen auch mal bis auf 8 Grad herunter gingen. Am Tage waren es jedoch schnell wieder 15 Grad. Die Vegetationszeit begann bei einigen Orchideen im Frühjahr, doch einige hatten sich überhaupt nich gerührt. Ich dachte schon, dass diese Pflanzen in diesem Jahr mit einem Neutrieb aussetzen wollen, doch seit etwa 1/2 Monat treiben diese Orchideen auch Neutriebe. Das habe ich bisher noch nie so gehabt. Vielleicht, dass einzlene Orchidden so spät noch einen Neutrieb extra schieben, doch nun ist es so, dass vor allem Denrobium peguanum und auch Den. delacourii, cretaceum oder auch einige Den. cuspidatum zeigen dieses Phänomen. Bisher entwickeln sich die Neutriebe prächtig und vor allem recht zügig. Ich hoffe nur, dass ich die Winterruhe nicht zu weit nach hinten verschieben muss, da sonst evtl. die anderen Orchideen durchtreiben. Ist das eigentlich normal, dass so spät etwas austreibt oder kann ich beruhigt weiter so kultivieren :??? Vielleicht habe ich auch am Anfang des Jahres den Neuaustrieb der Pflanzen gekillt indem es nicht schnell genug abgelüftet ist. Einige Neutriebe komman aus den oberen ruhenden Abschnitten. Der Großteil jedoch von unten am Wurzelbereich, wo sich auch die Neutriebe eigentlich erscheinen. Es betrifft eigentlich nur die Gattung Dendrobium. Die Cattleyen und auch Oncidien oder andere Asiaten und Südamerikaner treiben ganz normal und sind mit den Treiben nun fast schon am Ausreifen. Die vielen Bulbos treiben meines erachtens wann sie gerade wollen und blühen daher auch zu recht unterscheidlichen Zeiten. Daher habe ich diese Gattung nicht als Maßstab hier aufgefürt. Meine Nopsen sind weitestgehend alle in einer anderen kleineren Vitrine in der die Temperaruren im Winter nicht so stark herunter gehen. Vielleicht gibt es bei dem ein oder anderen ähnliche Erfahrungen und man kann das hier einmal wietergeben. Ich wäre über einen Austausch dankbar. Gruß Chrsitoph
Hallo Christoph, ich habe auch eine Vitrine, nur pflege ich wärmebedürftige Pflanzen. Dort habe ich Temperaturen von 18-30°C. Im Moment ist nur ein Ventilator in Betrieb, das soll sich demnächst ändern. Ich möchte drei installieren. Die Maße sind H=1,7m, B=1,3M, T=0,7m. Auch bei meinen Orchideen dibt es welche die jetzt erst Neutriebe machen, das ist aber bei mir nicht weiter schlimm, da im Winter die Temperatur nur auf 18°C zurück geht. Anfangs hatte ich trotz höherer Temperaturen die gleichen Probleme. Die Neutriebe hatten es nicht alle geschafft, denn es war noch kein Ventilator drin. Jetzt, mit Ventilator sieht es besser aus. Ich erhoffe mir von den zwei weiteren Ventilatoren eine Verbesserung.
Mal eine blöde Frage: Ist der Ventilator nötig für Frischluftzufuhr oder reicht es bereits aus, wenn die Luft bewegt wird, auch wenn sie sozusagen "alt" ist, damit sich keine Keime bilden können?
Beides ist wichtig. Lüften muß man natürlich auch mal. Das tue ich 1-2 mal am Tag ca. 15 Minuten lang. Durch die bewegte Luft weden die Blätter und Neutriebe schneller abgetrocknet, außerdem gibt es keinen Hitzestau.
Was ist denn mit Verpilzungen usw? Wann treten die auf? Bei stehender oder verbrauchter Luft? Die Luftfeuchtigkeit bleibt sicher konstant hoch.
Pilzsporen hat es immer und überall. Sie kommen nur zum Zug wenn die Pflanze geschwächt ist. Deswegen ist eine gute, der Natur nachempfundene Haltung wichtig. Da epiphytische Orchideen auf den Bäumen sitzen, werden sie von viel Frischer Luft umwierbelt. Die Verpilzung entsteht bei einer stehenden Luft genau so, als auch bei einer Verbrauchten stickigen. Die Luftfeuchte kann dadurch variieren.
Die Frühstückspause war zu kurz um alles zu schreiben. Ich bin in diesem Thema kein Spezialist. Ich kenne mich etwas in Technik aus, Biologie habe ich nur das Schulwissen. Vieles mache ich nach Gefühl oder manches ist auch logisch. Aber was ich noch schreiben wollte, je größer der Kulturraum, umso günstiger die Haltungsbedingungen. Das weiß ich noch aus der Terraristik und Aquaristik.
Danke Sabine. Macht schon Sinn so wie Du es erklärst hast. Ich halte bisher alle meine Paphis bei normaler (30%) Luftfeuchtigkeit, deshalb habe ich mit Terrarien noch keine Erfahrungen gesammelt.
Hallo Karsten, wenn Du Papios ohne großartige Luftbewegung oder Frischluftzufuhr besprühst, hast Du im nu Pilzinfektionen oder Herzfäule, ähnlich wie bei den Phals. In meiner Vitrine konnte ich sie großzügig einnebeln ohne Probleme zu bekommen, weil Tag und Nacht 2 Ventlatoren liefen. Anderes Beispiel, Orchideen die in der Wohnung auf Besprühen mit Blattflecken reagieren, kann man im Freien großzügig naßspritzen oder dem Regen aussetzen, ohne einen Pilz zu befürchten. Der Wind und die Frischluft sind hier die Zaubermittel, die natürlich in der Wohnung fehlen. Übrigens, Blattflecken treten aber auch durch Düngefehler auf.