Phalaenopsis lindenii schlimme Infektion!

Dieses Thema im Forum "Fragen zur Pflege" wurde erstellt von Solanum, 1. September 2008.

  1. marinaF

    marinaF

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    Den Artikel habe ich ja auch gelesen....
    Meine Pflanze stehen zwar eng, aber ohne Kontakt.....???

    Ich habe den Autor des Artikels angeschrieben und ihm Fotos geschickt.... leider warte ich bisher vergeblich auf Antwort....
    Der wird anderes zu tun haben....:rolleyes:
     
  2. Solanum

    Solanum Guest

    So, jetzt sind die Virenbilder gepostet:
    http://forum.orchideen-forum.de/showthread.php?p=402460

    @ Marina: Da bin ich aber neugierig, was du für Rückmeldung kriegst! Hoffentlich meldet er sich. Es ist schon eher unwahrscheinlich, daß sich soviele Pflanzen einfach nur durchs Nebeneinanderstehen anstecken...
     
  3. Aischa

    Aischa Guest

    Hallo Marina

    Deine armen Orchideen sehen ja wirklich erbärmlich aus :sad:

    Ja, ein Virus kann bei entsprechenden Bedingungen u. U. sehr schnell um sich greifen. Pilze aber auch...

    Gerade Viren können in einer Pflanze lange schlummern, bis sie sich durch eine Immunschwäche der Pflanze richtig ausbreiten. Das kann durch zu wenig oder zu viel Licht und/oder Wärme und/oder Wasser passieren.

    Das sollten die Pflanzen aber bis September wieder ausgeglichen haben. Die Ursache würde ich kurzfristiger zurück suchen.

    Hast Du in einem Geschäft oder bei einem Orchideenhalter evtl. Pflanzen angefasst und, wieder zuhause angekommen, nicht die Hände gewaschen und gleich eine Deiner Pflanzen (vielleicht eine, die nicht so ganz fit war) in der Hand gehabt?

    Das Schadbild ist optisch erst mal ziemlich ähnlich. Zur Unterscheidung kann man die Ränder der erkrankten Stellen genauer ansehen. Manche Pilze, aber auch manche Viren, hinterlassen haarscharf abgegrenzte Ränder zum gesunden Gewebe. Bei manchen Erkrankungen sind die Ränder diffus, nicht exakt abgegrenzt. Das gilt vor allem bei den Milben.


    Folicur ist eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Das kann erkrankte Blattoberflächen bei empfindlichen Pflanzen u. U. noch stärker schädigen und alleine dadurch zum Absterben und Eintrocknen bringen.

    Das Mittle ist übrigens stark giftig (Ausbringen in geschlossenen Räumen nur mit Schutzanzug und Schutzhandschuhen!). Reste davon dürfen nicht in Gewässer, in das Grundwasser oder in die Kanalisation gelangen. Selbst bei eigentlich recht robusten Rosen oder Chrysanthemen schließt Bayer keine Unverträglichkeiten aus.

    Bist Du sicher, daß Orchideen das Präparat vertragen?

    Bei einem größeren oder wertvolleren Pflanzenbestand lohnt sich da u. U. das Einsenden von einigen frischen Proben an ein auf Pflanzenschädlinge spezialisiertes Institut (das ist wie mit dem "schildkrötenerfahrenen Tierarzt" in Detmold ;) ). Diese Untersuchungen sind heutzutage gar nicht mehr sooo teuer. Bevor man für hunderte von Euro Pflanzen in den Restmüll wirft, kann eine exakte Diagnose und zugehörige Behandlungstipps sehr hilfreich und vergleichsweise preiswert sein. (bitte kranke Pflanzen oder Pflanzenreste nie in die Biotonne oder auf den Kompost werfen!!!)

    Dazu frische, nicht mit Präparaten vorbehandelte Blätter in eine gut verschließbare Plastiktüte packen. Diese in ein Päckchen, damit die Tüte samt Inhalt nicht gequetscht wird und dann möglichst schnell versenden.

    Der Autor eines Artikels wird Dir da nicht wirklich weiterhelfen können, denn dazu braucht es halt Pflanzenproben unterm Mikroskop oder Abstriche in Nährlösung.

    Schöne Grüße und viel Erfolg

    Eva
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. September 2008
  4. alorac

    alorac Guest

    wenn ich den Link von Solanum zu den Bildern anklicke, kommt die Meldung:

    alorac, Sie haben keine Rechte, um auf diese Seite zuzugreifen. Folgende Gründe könnten z.B. dafür verantwortlich sein:

    1. Sie versuchen, den Beitrag eines anderen Benutzers zu ändern oder auf administrative Funktionen zuzugreifen. Überprüfen Sie bitte in den Forenregeln, ob Sie diese Aktion ausführen dürfen.
    2. Wenn Sie versucht haben, einen Beitrag zu schreiben, kann es sein, dass Ihr Benutzerkonto deaktiviert wurde oder noch aktiviert werden muss.

    Versteh ich jetzt überhaupt nicht, wieso bin ich nicht berechtigt mir einen Link zu einem Forums Thread anzuschauen? :???

    Gruß von einer etwas verwirrten Carola
     
  5. Solanum

    Solanum Guest

    Hallo Carola,

    der Thread ist leider gelöscht worden, weil ich aus Copyright-Gründen keine Bilder aus einer Zeitschrift einstellen darf :sad: Du kannst mir ja eine PN schicken.
     
  6. marinaF

    marinaF

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    Ich denke, ein richtiger Virus würde auch alle anderen Pflanze befallen und sich nicht nur auf die Phals beschränken.... zumal bei mir alles durcheinander steht bzw. stand.
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    alles was irgendwelche Flecken hat wurde mittlerweile ausquartiert weshalb mein Orchidarium derzeit eher leer aussieht....
     
  7. Aischa

    Aischa Guest

    Hallo Marina

    Das ging leider aus Deinem Beitrag von vor zwei Tagen nicht so hervor. Ich nahm daher an, die Schäden traten erst in letzter Zeit auf. Das verändert für mich natürlich die Sichtweise erheblich. Der starke Lichtmangel kann natürlich sehr gut die Ursache sein und Deine "Diagnose Pilz" könnte dann schon zutreffen.

    Super, so sollte es im Idealfall auch sein. Vor allem, wenn man einen größeren Bestand hat.

    Das muß nicht zwangsläufig heißen, daß auch alle Orchideen das Präparat vertragen. Ein systemisches Mittel greift sehr stark in den Stoffwechsel einer Pflanze ein. Jede Pflanzengattung hat ihren sehr eigenen genetischen Code. Manchmal vertragen sogar einzelne Arten einer Gattung ein bestimmtes systemisches Mittel nicht. Deshalb werden solche Präparate an den verschiedensten Pflanzengattungen und -arten getestet und die Beipackanleitung zählt auch genau diese Arten auf. Deshalb weisen die Hersteller auch darauf hin, daß für nicht getestete Pflanzenarten keine Garantie übernommen werden kann. Gerade bei landwirtschaftlichen Präparaten kann man im Zierpflanzenbau und erst recht an der Fensterbank, wo es meist um tropische Gewächse geht, so allerhand Überraschungen erleben. Vor allem Farne, Primelgewächse und Carnivore gehen mit solcherart Präparaten völlig anders um als andere Pflanzenfamilien. Bei Orchideen habe ich zu wenig Erfahrung. Sie gelten allerdings ebenfalls als recht sensibel gegenüber bestimmten Präparaten.

    Deine Hoffnung ist in dem Fall Deiner Beschreibung nach sicher berechtigt. ;)

    Das macht ja nix. Trotzdem läppert sich das ganz schön zusammen, wenn man 120 Baumarkt-Hybriden zuhause stehen hat. Außerdem hängt man ja auch an so manchem Pflänzchen, vielleicht weil es dazu einen persönlichen Hintergrund gibt.

    Ein Anschaffungspreis bei 120 Orchideen im Bereich von rund 300 bis 1500 Euro und das Risiko, daß die u. U. nicht sachgerecht behandelte Erkrankung neu ausbrechen könnte.... Dagegen finde ich 40 - 60 Euro Untersuchungskosten (wenn man eine Pilzkultur zusätzlich anlegen würde) einen Klacks.
    Wenn das Schadbild bei allen betroffenen Pflanzen gleich aussieht, reicht ja eine Pflanze als Untersuchungsprobe.

    Bestimmte Pilze haben ein so ausgeprägtes Schadbild, daß man sie auch auf einem Foto gut erkennen kann. Aus meiner langjährigen Praxis im Gartenfach weiß ich jedoch nur zu gut, wie verdammt ähnlich sich Pilz-, Bakterien- und Viruserkrankungen manchmal sehen können... Eine Fotobestimmung gleicht deshalb sehr oft eher einem munteren Rätselraten, zumal man ja auch hier im Forum gut sieht, wie Pflanzenfotos ausfallen können. ;)
    Natürlich wird man einem sparsamen Kunden erst mal zu einer Pilzbehandlung raten, wenn tierische Schädlinge ausgeschlossen sind. Denn wenn das nicht greift, weiß man, daß es sich nur noch um Bakterien oder Viren handeln kann ;) Und dann kommt man um eine professionelle Analyse ohnehin nicht herum.

    Och, das sagst Du so in Deinem jugendlichen Leichtsinn. :)
    Frag nicht, was die Leute alles auf den Kompost oder in die Biotonne werfen.... Nicht umsonst wird gewerblich hergestellte Erde aus Biomüll durch Erhitzen keimfrei gemacht ;)

    Wenn er sich gerne weit aus dem Fenster lehnt, dann kann er das. ;)
    Aus meiner beruflichen Praxis weiß ich aber, daß selbst eine Diagnose anhand frischem Pflanzenmaterial vor den eigenen Augen und in eigenen Händen manchmal mehr als schwierig sein kann.

    Dazu kommt, daß mit den vielen Pflanzenimporten aus Asien so manche Krankheit und so manche Schädlinge eingeschleppt werden, die bei uns (noch) unbekannt sind.
    Erst dieses Jahr hat eine Supermarktkette mithilfe von weit über 1000 verkauften Zierbäumen (ich meine, es war ein Ahorn) dafür gesorgt, daß eine neue Käferart bei uns heimisch wird. Leider ist dieser kleine Käfer in seiner "Futterwahl" wenig wählerisch, dafür extrem gefräßig und hat bei uns keine Fressfeinde.... Bin mal gespannt, wie unsere Laubbäume in einigen Jahren aussehen... Dasselbe passierte bereits in den 90er-Jahren mit einem Schädling, der speziell Buchsbäume befällt.....

    Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, aber diese Denkweise ist leider grundsätzlich falsch.
    Je nach genetischem Muster kommen die Pflanzenarten mit bestimmten widrigen Bedingungen besser oder schlechter zurecht. Entsprechend mehr oder weniger schwächen diese schlechten Bedingungen ihr Immunsystem und machen sie so für die Viren/Pilze/Bakterien mehr oder weniger empfänglich.
    Ist ja im Garten nicht anders: die Rosen haben bei viel Regen Mehltau, den Levkojen daneben fehlt nichts. Die Baumarkt-Orchideenhybridenzucht beruht genau auf diesem Muster, indem die Pflanzen durch die genetische Auswahl eigentlich auf "unnatürliche" Bedingungen getrimmt werden.

    Gerade bei Viren kommt aber dann noch dazu, daß sie oft stark auf bestimmte Gewebezellen und deren Inhalte spezialisiert sind. Das gilt nicht nur für "menschliche" Viren, die oft auf Tiere nicht übertragbar sind. Das gilt gerade auch für "Pflanzenviren", deren Vermehrungssystem nicht jeden beliebigen genetischen Pflanzen-Code "knacken" kann.

    Das ist der richtige Weg. Genauso wie Du alle 120 Pflanzen behandelt hast und nicht nur die optisch betroffenen.

    Ich drück Dir die Daumen, daß so eine Katastrophe nicht nochmal bei Dir auftritt, denn bei so einem kläglichen Anblick blutet jedem Orchideenliebhaber das Herz.

    Schöne Grüße

    Eva
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. September 2008
  8. marinaF

    marinaF

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    Danke Eva,

    nur als kleine Randbemerkung..: es sind nicht alle 120 Pflanzen Baumarkthybriden, aber die vom Schaden Befallenen Pflanzen sind alle Phalaenopsis, das sind jetzt ca. 20 Stück und die sind fast alle aus dem Baumarkt;)

    Leider ist das Schadbild ja nicht 100%ig gleich weshalb ich schon mindestens 5 Pflanzen untersuchen lassen müsste.... und das übersteigt dann bei weitem den Anschaffungspreis der 20 Befallenen:rolleyes:

    Vielleicht erhalte ich ja doch noch Antwort von dem Herrn Chang, und wenn nicht, dann warte ich einfach ab. Wie gesagt stehen die Pflanzen nun in einem anderen Raum und können da machen was sie wollen:lol:

    Wenn man sieht, wie stark der Überlebenswille dieser Pflanzen ist, dann bringt man es einfach nicht übers Herz die gnadenlos wegzuschmeißen... ich mach bei Gelegenheit nochmal Fotos, damit man weiß was ich meine...
     
  9. Aischa

    Aischa Guest

    Hallo Marina

    ....was bedeutet: die genetisch auf Zimmerkultur getrimmten Pflanzen waren damals den lichtarmen (und möglicherweise entsprechend zu feuchten?) Bedingungen und der Infektion, was immer es auch sein mag, von ihrem artspezifischen Immunsystem her am wenigsten gewachsen. Das Virus/der Pilz hatte so am besten Gelegenheit, an ihr biologisches und genetisches System "anzudocken". Das ist Grundvoraussetzung für jederart Infektion.

    Kleines Beispiel aus dem Tierreich:
    Eine räuberisch lebende Libelle (z. B. die Grüne Mosaikjungfer) ernährt sich von fliegenden Insekten. Ihre Mundwerkzeuge sind von Größe und Form her exakt so ausgebildet, daß sie ihre Beute im schnellen Flug ergreifen, festhalten und verspeisen kann. Eine Meisterleistung!
    Andererseits schränkt sich dadurch ihr Nahrungsspektrum stark ein, denn eine Laufkäferart, die so gut wie nie fliegt, wird sie nur selten in der Luft antreffen und fangen können.

    Im übertragenen Sinne arbeiten Pilze, Bakterien und Viren. Auch sie benötigen exakt ausgerichtete "Werkzeuge", um überhaupt an einer Pflanze "angreifen" zu können. Das funktioniert dann nur an Pflanzenarten, deren genetischen Code das Bakterium/Virus oder der Pilz mit seinem "Werkzeug" knacken kann.
    Zusätzlich spielt die "Wehrhaftigkeit" der Pflanze, ihr gesundes oder geschwächtes Immunsystem, eine entscheidende Rolle, ob sich der Pilz, das Bakterium oder Virus überhaupt langfristig einnisten kann.

    Nachdem der Schaden ziemlich gleichzeitig an mehreren Pflanzen auftrat, traue ich mir wetten, daß der eigentliche Verursacher der selbe ist/war. Zu der ersten Infektion kommt dann manchmal ein zweiter "Schädling". So entsteht eine Mischinfektion, die das eigentliche Schadbild u. U. etwas verschleiern kann. Ich hätte also nur eine Pflanze eingeschickt, die im Wesentlichen die charakteristischten Symptome aller anderen aufweist.

    Prima!

    Tja, das ist das menschliche/weibliche? Mitleid mit seinen "Pfleglingen". ;)
    Meine langjährige Erfahrung ist aber die, daß es wirklich besser ist, solche Pflanzen rigeros zu entsorgen.

    Vorgestern kaufte ich eine reduzierte 1,00-Euro-Nopse in meinem Supermarkt. Warum? Weil das fast ersoffene, stark wurzelgeschädigte Pflänzchen solchen Überlebenswillen zeigte, trotz aller widrigen Supermarkt-Bedingungen neue Wurzeln bildete und zu allem Überfluss auch noch am abgebrochenen Blütenstiel einen neuen schob. Zuhause entdeckte ich dann erst die Wollläuse....
    Ergo: Euer Orchideen-Doktor bekam zwei neue Fotos von den Schädlingen und die Pflanze flog in den Müll. Eben weil ich keine Lust darauf habe, meine anderen Pflanzen dem Risiko auszusetzen, irgendwann von Wollläusen dahin gerafft zu werden. Wo erst gar keine Wolllaus ist, gibt es auch unter widrigsten Bedingungen keinen Wolllaus-Massenbefall ;)

    Schöne Grüße

    Eva
     
  10. marinaF

    marinaF

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    hier die Bilder:
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