Pelorisch? Zygo...was?

Dieses Thema im Forum "Kulturberichte" wurde erstellt von Wolle, 5. November 2002.

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  1. Wolle

    Wolle Guest

    Hallöle Orchideenfreunde,

    wie in dem Thread klick deutlich wurde, ist mit den wissenschaftlichen Begriffen nicht ganz so einfach umzugehen. Um vielleicht ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, möchte ich versuchen, im folgenden die einzelne Begriffe im Zusammenhang zu erklären. Ich hoffe, dass ich hier die Angaben aus Literatur und Internet richtig wiedergebe, aber es wäre nett, wenn sich die Cracks bei Fehler melden würden, damit ich es berichtigen kann.


    Um die verschiedenen Bezeichnungen verstehen zu können, muß man sich zuerst einmal mit dem allgemeinen Aufbau einer Orchideenblüte vertraut machen.

    Der allgemeine Aufbau einer Orchideenblüte am Beispiel einer Phalaenopsis:
    [​IMG]
    1-Petalen ; 2-Sepalen ; 3-Lippe

    Die Orchideenblüten sind so aufgebaut, dass sich nur eine Spiegelebene legen läßt. Dieses morphologische Merkmal nennt man zygomorph (monosymmetrisch). Da die Spiegelebene senkrecht in der Blütenmitte verläuft, nennt man dies auch lateral-symmetrisch.
    Die Ober- und Unterhälfte der Blüte ist nicht gleich (dorsiventral).

    Auf Grund von Mutationen kann es zu Fehlbildungen im Blütenaufbau kommen. Dabei werden die Petalen deformiert oder als weitere Lippen ausgebildet (die Lippe ist das ursprüngliche dritte Petalum).
    Im folgenden Bild ist eine solche deformierte Ausbildung der Petalen zu erkennen. Dabei sieht man, dass trotz dieser Fehlbildung die Blüte nach wie vor zygomorph ist.

    [​IMG]
    Die Symmetrieachse ist auf Grund der Lage der Blüte verzerrt dargestellt!


    Wenn es zur Ausbildung von 3 Lippen kommt, ändert sich die Symmetrie der Orchideenblüte. Sie wird radiärsymmetrisch (aktinomorph oder strahlenförmig).
    Im Bild ist das deutlich zu erkennen.

    [​IMG]
    Die Symmetrieachsen (lageverzerrt) können unterschiedlich gelegt werden (rot oder blau).

    Blüten, die ursprünglich zygomorph sind und eine solche Fehlbildung aufweisen, nennt man dann pelorisch.
     
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