Odontoglossum bictoniense alba: braune Blattspitzen?

Dieses Thema im Forum "Subtribus Oncidiinae" wurde erstellt von Ancistrus, 26. Oktober 2009.

  1. Ancistrus

    Ancistrus Guest

    Hallo liebes Forum :winke:

    Ich habe vor etwa drei Wochen aus Schwerte ein Odontoglossum bictoniense alba erhalten. Die Pflanze wurde rispig geliefert und blüht nun bei mir. Ist einfach nur schön :happy:
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    (Der aktuelle Name ist Lemboglossum, oder?)

    Allerdings haben sich in den letzten zwei Wochen die Blattspitzen braun verfärbt. Auch das Abschneiden und desinfizieren hat nichts gebracht und die Flecken breiten sich weiter aus. Auch eine Bulbe scheint mir verfärbt.

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    Die Pflanze kam schon mit zwei beschnittenen Blättern bei mir an. Hab mir nicht viel dabei gedacht. Mittlerweile sind allerdings bis auf 2 Blätter alle beschnitten oder befallen. Habe Herrn Schöttler kontaktiert und er meinte, er wisse nicht, woran es liegt. Alle ihre Pflanzen würden so aussehen und sie vermuten, dass es an der Holzkohle im Substrat liegen könnte.

    Meine Vermutung geht in Richtung Pilzinfekktion. Was meint ihr?
    Was außer umtopfen (für den Fall, dass es an der Holzkohle liegt) und betroffene Blätter abschneiden, kann ich noch tun? Wäre eine Behandlung mit einem Breitbandfungizid hilfreich?

    Hat jemand anderes ebenfalls in letzter Zeit so eine Pflanze von schwerte bezogen und kann über ähnliches berichten?

    Danke für eure Antworten.
     
  2. Solanum

    Solanum Guest

    Zu den Blattflecken kann ich leider nichts sagen, aber akzeptierte Namen kann man hier nachsehen:
    http://apps.kew.org/wcsp/home.do
    Der aktuell richtige Name ist danach Rhynchostele bictoniensis :rolleyes:
     
  3. Rüssel

    Rüssel Guest

    diese braunen Flecken am Ende der Blätter deuten auf Überdungung hin, dort werden die Salze abgelagert, die nicht verwertet werden können, und die Zellen sterben ab.
    da die Kohle wohl nicht viele Nährstoffe liefert wurde offenbar gedüngt und das dann von der Pflanze nicht optimal verarbeitet.
    ich würde die Pflanze umsetzen in ganz normales Substrat und mal ne Zeit lang nicht düngen.
    so wie es aussieht ist die sowieso erst gerade in die Kohle gestopft worden, also wird es kein zusätzlicher Schock sein, wenn man sie nun während der Blüte da vorsichtig rauszieht und in normales Substrat setzt.

    übrigens was sehr hübsches, ich überleg auch schon länger ob das noch wo Platz hat bei mir....
     
  4. Ancistrus

    Ancistrus Guest

    Ich habe gestern die Pflanze umgetopft und sämtliche Befallenen Blätter beschnitten (Schere abgeflammt, Schnittstelle mit Zimt betreut). Hoffe nun auf eine Besserung.

    @Solanum: Danke für den Link. Da soll mal noch einer durchsehen ...

    @Werner: Platz brauchst du auch ;) Meine ist ja vom Blattwerk noch nicht wirklich riesig (nach dem Rückschnitt sowei so nicht mehr), allerdings ist der Blütenstand etwa 75 cm ab Topfrand :grin: Bin gespannt, wie sich das mit dem nächsten NT entwickelt *aufdenSommerwart*
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Oktober 2009
  5. Ancistrus

    Ancistrus Guest

    Nach dem Umtopfen war nun eine ganze Weile Ruhe. Die Blüte hat es übrigens nicht gestört und die Pflanze blüht nach wie vor (steht aber auch im ungeheizten Schlafzimmer). Leider beginnen die Blattspitzen bzw. was davon übrig ist nun erneut. Trotzdem ich nicht gedüngt habe ... werde wohl wieder schneiden und abwarten, was passiert ... :sad:
     
  6. Ricci

    Ricci Guest

    Laut Kulturdatenbank benötigt die Pflanze eine hohe LF, salzarmes Wasser (meint wohl <200 µS) und wenig Dünger.

    Hast du reine Pinienrinde oder vorgedüngtes Substrat genommen?
     
  7. Ancistrus

    Ancistrus Guest

    Reine Pinienrinde mit (ausgekochten) Kokoschips gemischt. Salzarmes Wasser bekommt sie (mische Leitungswasser mit aqua dest im Verhältnis 1:5, da ich hier über 20 °dH und eine hohe LF habe). An der LF hapert es ein bisschen. Dafür wirklich temperiert und viel Frischluft ...

    Wie gesagt, Herr Schöttler meinte, seine Pflanzen sehen alle so aus und er vermutete, dass es am Substrat liegt ...
     
  8. Ricci

    Ricci Guest

    Vielleicht ist Holzkohle doch nicht für Orchideen geeignet.
    Mir ist das gerade wieder ein Film bei Arte über die Terra Preta (schwarze Erde) eingefallen, dadurch bin ich dann auf diesen Artikel gestoßen http://www.krischenowski.de/terrapreta/holzkohle-duenger.htm
    Wenn Holzkohle sämtlichen Dünger gegen das Auswaschen bei Gießen/Tauchen schützt, hat man nach einiger Zeit eine sehr nährstoffreiche Mischung ... schlecht für Orchids (?).
     
  9. Ancistrus

    Ancistrus Guest

    Danke für den Link, Ricci!

    Für mich klingt das logisch. Sollte man echt nochmal drüber nachdenken Holzkohle - und sei es auch nur Gries - als Bestandteil des Substrats zuverwenden.
    Kann nur hoffen, dass meine bicontiense nicht irgendwann blattlos ist.
     
  10. Ricci

    Ricci Guest

    Könnte man ja eigenlich mal messen. Einfach Holzkohle in einen Topf, in Wasser mit vorher gemessenem Leitwert für einige Zeit tauchen, wieder messen. Oder das Wasser mehrmals durchgießen und auffangen, damit simuliert man dann mehrere Gießvorgänge.

    Wenn das stimmt, dass Holzkohle Salze aufnimmt, wäre es für empfindliche Pflanzen schlecht.
     
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