1. Liebe Orchideenfreunde

    Eine Registrierung in unserem Forum ist nicht möglich.

    Fragen, die Anfänger beschäftigen, wurden alle schon x-mal kompetent und mit großer Geduld beantwortet, ebenso Fragen zu Blattflecken, Schädlingen, und deren Bekämpfung. Bitte einfach in den betreffenden Bereichen stöbern und lesen. Wir sind sicher, ihr findet die passende Antwort.

Meine Phalaenopsis amboinensis

Dieses Thema im Forum "Kulturberichte" wurde erstellt von Saphir, 18. Januar 2011.

  1. Saphir

    Saphir Guest

    So, ich möchte hier gerne mal meine ganzen Phal. amboinensis vorstellen - mittlerweile habe ich ja doch einige. :wink2: Zwar läuft noch nicht alles rund, und ich habe noch nicht so viel Erfahrung, immerhin habe ich erst seit zwei Jahren Pflanzen diese Naturform, doch vielleicht hilft es trotzdem anderen. :eek:riginal2:

    Ich habe die Pflanzen an 2 Standorten stehen:

    I. Helles Südwestfenster, leicht von Bäumen schattiert, aber ab Nachmittag knallt die Sonne rein.
    Sommertemperaturen tagsüber ab 22 Grad, kann auch mal bis 30 Grad gehen, nachts 20-22 Grad. Luftfeuchte ungefähr bei 70-80%, wenns heiß ist auch mal 65.
    Wintertemperaturen tagsüber bei 18 Grad, höchstens mal 20, nachts runter auf 15-16 Grad, Luftfeuchte auch bei 70-80%.

    II. Helles Südwestfenster, aber stärker schattiert. Da kommt selten mal direkte Sonne rein, oft nur viel indirektes Licht.
    Sommertemperaturen tagsüber ab 22 Grad, kann auch mal bis 30 Grad gehen, nachts nur geringfügig weniger. Luftfeuchte bei ungefährt 70-80%. Allerdings stehen hier viele der Pflanzen hoch über der Heizung, so dass sie in der warmen Luft stehen und es durchaus auch trockener sein kann, als unten auf der Fensterbank.
    Wintertemperaturen um die 20 Grad tagsüber, 18 Grad nachts.

    So, los gehts.

    Meine erste amboinensis habe ich vor genau 2 Jahren in Schwerte gekauft. Damals war sie schon im 12er Topf. Seitdem ist sie gut gewachsen, und letztes Jahr musste sie in einen 14er-Topf, weil sie so viele Wurzeln gemacht hatte. In der Zeit hat sie auch drei Blütentriebe geschoben, aber noch nie geblüht. Im September hatte sie endlich einmal Knospen, aber dann kam ein Kälteinbruch, und sie hat alle abgeworfen. Seitdem geht nichts mehr. Sie stand die ganze Zeit an Standort I, aber jetzt habe ich sie mal nach II umgestellt, vielleicht bringt das ja was.

    [​IMG]

    Das da war meine ganze Hoffnung: :sad:
    [​IMG]

    (2) und (3) sind kleine Babys, die ich im Sommer 2009 getauscht habe, aber die sind in Volvic-Flaschen, wo ich sie schlecht fotographieren kann, und zu sehen gibt's da auch nicht viel.

    (4) war eine grüne amboinensis, die ich im August 2009 bei Frau Elsner gekauft hatte. Leider ist sie mir letzten Winter eingegangen. Sie stand an Standort II.

    So sah sie aus beim Kauf:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Und da kam schleichend das Ende:

    [​IMG]

    Ich hab sie wohl zu feucht gehalten, und die Fäulnis hat erst die Wurzeln betroffen und sich dann den Stamm hochgefressen. Eh ich das wahrgenommen hab, war's auch schon zu spät.

    (5) ist eine kleine amboinensis f. flavida aus Schwerte, die ich zusammen mit (7) eingetopft habe, einer amboinensis var. flava x self von Frau Elsner. Bei stehen an Standort II, allerdings direkt am Fenster, also etwas kühler und feuchter. Letzten Winter haben sie auch einige Wurzeln verloren und wurden ziemlich zurückgeworfen, ich denke ich habe sie wie (4) zu feucht gehalten. Diesen Winter scheint es besser zu passen: Sie schieben gerade neue Blätter, und im Topf ist auch Wurzelwachstum zu sehen. Vorne ist die f. flavida, hinten die flava:

    [​IMG]

    (6) ist eine große amboinensis f. flavida von Frau Elsner. Eine Schwesterpflanze hat mit nur ganz feinen roten Streifen geblüht, so dass ich die unbedingt haben musste, in der Hoffnung, dass sie vielleicht auch so aussieht. Gekauft habe ich sie im März 2010 in BSU, und ich konnte sie gleich in einen 12er-Topf setzen, so gut waren die Wurzeln. Sie hat dann weiter Wurzeln geschoben und einen BT angesetzt, den sie aber hat stehenlassen. Seitdem hat sich nichts verändert. Sie steht an Standort I, aber etwas am Rande, deswegen dunkler.

    [​IMG]

    (8) ist eine weitere amboinensis var. flava, diesmal aus Schwerte. Gekauft habe ich sie im April 2010. Erst stand sie an Standort I, aber seit einiger Zeit ist sie an II, wo es ihr besser zu gefallen scheint. Sie hat im Sommer ein neues Herzblatt geschoben, welches aber leider nicht ausgewachsen ist. Beim Kauf stand sie im 12er-Topf, was viel zu groß war - zum Glück habe ich gleich umgetopft. Jetzt ist sie in einem 8er-Töpfchen, was auch gut langt, und sie macht neue Wurzeln. Sie hängt direkt über der Heizung, weswegen sie ziemlich oft getaucht wird.

    [​IMG]

    (9) hab ich ebenfalls im Frühjahr in Schwerte gekauft, allerdings blühend. Sie steht an Standort I, hat aber in der kurzen Zeit jetzt auch nicht viel gemacht. Im Herbst hat sie noch mal geblüht, allerdings waren die Blüten da viel heller als beim Kauf, was wohl auf weniger Licht zurückzuführen ist.

    So sah sie im Sommer aus (hat sich nicht viel geändert)

    [​IMG]

    Blüte beim Kauf im Frühjahr:

    [​IMG]

    Blüte im Spätherbst:

    [​IMG]

    Auf amboinensis (10) bin ich besonders stolz, weil das ein altes Exemplar aus einer Sammlungsauflösung ist, welches Frau Elsner verjüngt hat, bevor ich es im Sommer von ihr gekauft habe. Die Pflanze ist riesig, hat einige BTs, und die Wurzeln haben gerade so in einen 12er-Topf gepasst. Sie hat bei mir brav ihrn neues Herzblatt weitergeschoben, das ich aber abgeknickt habe, weswegen es nicht sonderlich lang ist jetzt. [​IMG] Hat ihr nichts ausgemacht, sie hat gleich noch eins hinterher geschoben, und mittlerweile kommt schon wieder ein neues.

    [​IMG]

    So hat sie im Sommer bei Frau Elsner geblüht:

    [​IMG]

    [​IMG]

    (11) habe ich als Ü-Ei gekauft. Andere Pflanzen der Charge waren venosas, aber Frau Elsner war sich anhand der Blattform sicher, dass das keine sein dürfte. Bei Gregor hat eine andere Pflanze aus der Charge als grüne amboinensis geblüht. Meine hatte im Juli, als ich sie gekauft habe, noch nicht geblüht. Sie ist ein gut etablierter Import. Sie steht an Standort I. Nach dem Kauf habe ich sie in Seramis-Orchideen-Substrat umgetopft, und sie ging gleich ab wie ein Zäpfchen: Sie hat massenhaft Wurzelwachstum gezeigt, ein neues Herzblatt geschoben, und einen Blütentrieb angesetzt. Jetzt blüht sie gerade zum ersten Mal, und heraus kam eine wunderschöne weißgrundige amboinensis mit sehr klarer leuchtender Zeichnung. Die Blüten sind mit 5cm auch größer als die der anderen.

    [​IMG]

    [​IMG]

    (12) habe ich erst im November (?) blühend bei Frau Elsner gekauft, weil mir die Blüte so gut gefallen hat. [​IMG] Es ist auch eine ältere Pflanze im 12er-Topf. Sie steht an Standort II. Sie hat zwei BTs. Nach dem Abblühen hat sie ein neues Herzblatt gemacht, und es fangen jetzt auch so langsam die Wurzeln an zu wachsen. Die Blüte ist sehr klein im Vergleich zu den anderen; kaum größer als ein 2-Euro-Stück.

    [​IMG]

    [​IMG]

    (13) habe ich auch erst vor einiger Zeit von Gregor bekommen, der mal wieder Platz brauchte. [​IMG] Sie ist eine gelbgrundige amboinensis, die bei ihm im Sommer wie verrückt geblüht hat. Leider hatte sie auch einige Probleme mit den Wurzeln, aber das scheint jetzt auch wieder ok zu sein. Sie hat viele grüne Wurzelspitzen und es kommt gerade ein neues Herzblatt. Leider sind 2 der 3 Blütentriebe eingetrocknet, bzw. einer wird gerade gelb. Sie steht an I, aber auch eher am Rand, also dunkler.

    [​IMG]

    Amboinensis (14) habe ich mir von Frau Elsner aufschwätzen lassen. [​IMG] Ich hab sie ebenfalls im November gekauft, als ich auch amboinensis (12) gekauft und von Gregor amboinensis (13) bekommen habe. Sie hat den sehr kryptischen und nichtssagenden Namen "x sib (common x yellow) 'Chin Yo' ". Keine Ahnung, ob das nun ein Sämling oder ein Meristem ist. Auf jeden Fall soll sie ganz tolle Blüten haben, und das, was man im Netz dazu findet, sieht auch sehr vielversprechend aus. Allerdings sehen einige der Blätter laut Frau Elsner seltsam aus, nicht wirklich nach amboinensis. (Das hat sie aber auch bei (15) gesagt, und die ist ja definitiv eine amboinensis.) Sie hat ein kleines BTchen, das bei mir aber noch nicht gewachsen ist. Die Wurzeln sahen auf den ersten Blick nicht gut aus, weil sie ja erst frisch importiert ist. Aber beim Umtopfen hat sich dann gezeigt, dass sie die nur alle komisch um den oberen Topfbereich gewickelt hat, so dass man die nicht so gut sah. Sagen kann ich sonst zu ihr natürlich noch nicht viel. Sie steht auch an Fenster I.

    [​IMG]

    Und schlussendlich amboinensis (15). Die hatte ich im November als wir bei Frau Elsner waren stehenlassen, aber Gregor war so lieb und hat sie mir dann noch geholt. [​IMG] Frau Elsner hat ein paar Sämlinge, die einfach nur als "1" oder als "3" bezeichnet sind. Sind alles noch kleine Pflanzen mit den ersten Blütentrieben. 1 sollten amboinensis sein, 3 venosas. Bei den venosas ist sie sich ziemlich sicher gewesen, bei den amboinensis nicht so sehr, wegen der spitzen Blattform. Meine hatte damals schon 2 süße, dünne Blütentriebe, weswegen ich sie so niedlich fand und haben musste. Liebe auf den ersten Blick sozusagen. [​IMG]
    Bei mir habe ich sie dann umgetopft, das hat sie überhaupt nicht gestört, sondern sie hat als Antwort eine Knospe gemacht, die vorgestern geploppt ist. Deswegen habe ich auch noch kein gutes Blütenbild, ich bin ja im Augenblick nur zuhause, wenn es draußen schon wieder dunkel ist, und ich fotographiere am liebsten bei Tageslicht. [​IMG] Wie die Pflanze ist auch die Blüte süß zierlich und klein. Sie steht bei den Pflanzen an Fenster II, und sie ist definitiv die kleinste amboinensis, die bisher bei mir geblüht hat. [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    Insgesamt kann ich sagen, dass die Pflanzen bei mir an beiden Fenstern gut wachsen, ob wärmer oder kälter scheint nicht so viel auszumachen. Genauso verhält es sich mit der Angewohnheit, die Blütentriebe öfter mal stehen zu lassen, wieder ein bisschen weiterwachsen zu lassen und so weiter, ohne zu blühen. Einige Pflanzen machen es, andere nicht, und das auch an beiden Fenstern. :unsure: Wenn man aber bereit ist, eventuell geduldig zu sein, bis sie sich doch mal durchringt zu blühen, dann gehört diese Naturform meiner Meinung nach definitiv zu denen, die einfach zu pflegen sind und keine großen Ansprüche stellen. Keine meiner Pflanzen bekommt eine Sonderbehandlung, und trotzdem wachsen sie bisher sehr gut.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Januar 2011
  2. Kati84

    Kati84 Guest

    Toll, deine ambo-Doku! Schöne Bilder und wirklich schöne Pflanzen und Blüten! :yes: Meine Lucke-ambo ist noch klein, von Blattspitze zu Blattspitze ca 20 cm, und vom Wuchs der Blätter eher flach und grade gehalten, so wie deine Nr. 5 und 7. Sie sitzt in nem 10er Topf und hat soweit ich das beurteilen kann, recht gute Wurzeln (ausgetopft hab ich sie noch nicht).
    Bin mal gespannt, wie sie mal irgendwann blühen wird. Hab mal bei Lucke eine wunderschön blühende ambo gesehen und sie nicht mitgenommen ("kein Platz blabla...") Könnt mich dafür immer noch in den Hintern beißen...
     
  3. *Andrea*

    *Andrea* Guest

    Danke für die ausführliche Dokumentation Deiner ambonensis-Kultur. Ich habe meine mit BT, da dieser nur geringfügig gewachsen ist (Blatt- und Wurzelwachstum waren top), mit Harald getauscht. Wie ich von ihm hörte, zickt sie bei ihm auch. Vielleicht sollte man bei ambos generell etwas mehr Geduld aufbringen. Wenn ich die eine oder andere Blüte von Dir sehe, gefällt sie mir ja doch wieder. Mal sehen, ob ich mir nochmal eine zulege.

    Könnte es sich bei Deiner Nr. 12, die kleinere Blüten als andere hat, um eine Naturentnahme handeln? Diese sollen ja kleinblütiger sein als ihre Nachzuchten.
     
  4. Saphir

    Saphir Guest

    Dank euch dreien. :eek:riginal2:

    Das weiß ich nicht; es war eine alte Pflanze, die bei ihr rumstand. Eventuell ist die auch aus der Sammlungsauflösung gewesen.
    Ich dachte auch mal, dass amboinensis direkt aus der Natur kleinblütiger sein müssten, aber Frau Elsner sagte mir, dass müsste nicht so sein, sondern die wären auch am Naturstandort wohl sehr, sehr variabel in Blütengröße und Färbung.
    Nummer 11 ist eine Naturentnahme, und sie hat wie gesagt die größten Blüten meiner amboinensis, deswegen war ich auch so verwundert. Die hab 5x5cm im Durchmesser. Danach kann man also nicht gehen.
     
  5. *Andrea*

    *Andrea* Guest

    :doh: Stimmt, das hattest Du ja geschrieben und gerade diese große Blüte finde ich sehr apart. Bei Bernard Lagrelle steht in der Beschreibung der Blütengröße " Flowers from 4,5 to 5 cm, sometimes more". Sie liegt also deutlich unter dem Normalmaß. Eventuell hat noch jemand eine Erklärung dafür.
     
  6. Saphir

    Saphir Guest

    Vielleicht liegts am Allgemeinzustand? :unsure: Könnte ja sein, dass es ihr gerade nicht so dolle geht und sie erst einmal wieder ein bisschen aufbauen muss. Jedenfalls würde ich mich nicht wundern, wenn sie beim nächsten Mal größer ausfallen würde.
    Die von Nr. 15 ist ja auch so winzig, aber das ist ja auch klar, die Pflanze selber ist ja noch sehr, sehr klein. Da werden die Blüten auch noch größer werden mit der Zeit. :yes:
     
  7. *Andrea*

    *Andrea* Guest

    Rein optisch sieht sie auf Deinem aktuellen Bild aber sehr gut aus. War sie in schlechterem Zustand als Du sie gekauft hast? Und gleich noch eine Frage, sind alle Deine ambos in Seramis getopft oder auch in Rinde? Könnte ja vielleicht auch an der Düngung liegen (Seramis ist vorgedüngt), wenn ich mich recht entsinne, hat Helmut in seinem Thread der stetigen Kultur geschrieben, dass er immer aufdüngt, oder hab ich das falsch mitbekommen?
     
  8. Saphir

    Saphir Guest

    Eben, das meine ich ja, Andrea, das kann gut sein, dass sie bei Frau Elsner etwas vernachlässigt wurde, auch wenn sie eigentlich gut aussieht. :unsure: Vielleicht hat ihr irgendetwas nicht gepasst. Das neue Blatt ist bei mir gekommen, sonst sah sie beim Kauf eigentlich auch so aus.

    Ich habe alle amboinensis im Seramis-Substrat stehen, ja. Und ich dünge auch recht hoch. Dazu bekommen sie ja sehr viel Licht. Ich denke schon, dass das seinen Teil dazu beitragen wird. Die Nr. 11 ging ja auch bei mir gleich ab wie nichts, nachdem ich sie umgetopft hatte.
     
  9. *Andrea*

    *Andrea* Guest

    Eigentlich sollte man mal den Leitwert des Wassers bei einer frisch in Seramis getopften Phal messen. Vielleicht ließe sich daraus eine ungefähre Düngerkonzentration ermitteln, die man nachdem der Dünger aus dem Seramis gespült ist (ca. 4 bis 6 Wochen, oder?), dann einfach weitergibt?

    Ich hoffe das ist jetzt nicht ein allzu blöder Gedanke, Physik und Chemie waren nicht meins :paperbag:
     
  10. Saphir

    Saphir Guest

    Hier ist Nummer 16, die heute unbedingt mit musste:

    Blattspanne ist 26 cm, und sie hat eine Rispe mit einer dicken und einer kleinen Knospe (wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass die kleine Knospe noch was wird).

    [​IMG]

    Steht noch in Moos, weswegen ich sie ins wärmere Wohnzimmer gestellt habe.
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden