Heimisches Moos für Orchideen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Pflege" wurde erstellt von unterallgaier, 21. März 2009.

  1. Hallo,

    gleich mal vornweg, diesen sehr interessanten Beitrag von Christian habe ich schon gelesen:



    Einige Fragen werden jedoch immer wieder in diesem Beitrag gestellt und nie so richtig beantwortet:

    1) Welches heimische Moos eignet sich dazu, Orchideenbabies z.B. in einer Volvicflasche aufzuziehen?

    2) Welches einheimische Moos kann ich nehmen, um Orchideen damit aufzubinden?

    Mir ist bewusst, dass manche Moose unter Naturschutz stehen und aus der Natur nicht entnommen werden dürfen:
    "In Deutschland sind durch die Bundesartenschutzverordnung (Fassung 16. Februar 2005, Liste) alle Arten der Gattungen Hylocomium, Leucobryum und Sphagnum geschützt. Damit ist jegliche Entnahme aus der Natur verboten."
    (Quelle: Wikipedia)


    Da ich kein Bryologe bin und ich mich mit Moosen nicht so gut auskenne, bin ich mal in den Garten gegangen und hab geschaut, was man da so findet:

    Moos 1:


    Nahaufnahme


    Moos 2:


    Nahaufnahme


    Moos 3:

    Nahaufnahme


    Ist das nun geeignetes Moos für Orchideen?

    Ich hoffe, dass sich noch mehr User an diesem Thread beteiligen, jeder darf sich mit seinen Moosen anhängen. Vielleicht kann ja auch der ein oder andere seine Erfahrungen mit einheimischen Moosen (auch bei Orchibabies) schildern und Bilder davon zeigen :).
     
  2. ira

    ira Guest

    Das würde mich auch interessieren, mein Rasen ist total vermoost. Kann ich dieses Moos verwenden? Ist es genauso gut wie Shagnum?

    Und wie bekommt man das Ungeziefer raus, ohne das Moos totzukochen? Einfach einen Tag in Wasser legen?
     
  3. Christian G

    Christian G Guest

    Hallo,

    von den Bildern ist für kleinere Orchideen das Moos Nummer 3 am ehesten brauchbar. Allerdings besteht es aus zwei Sorten, eine höher weniger geeignete und eine flache Sorte.

    Flacher im Wuchs bleibendes Moos ist für kleinere Orchideen besser, da sie nicht so leicht überwuchert werden. Für größere Orchis ist das andere auch brauchbar. nur vorsichtig sein, es kann sich durch Samen in der ganzen Anlage verbreiten...

    Liebe Grüße Christian G :winke:
     
  4. Ingrid

    Ingrid Administrator Mitarbeiter

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    Ich nehme kein Mooos aus dem Rasen, sondern nur von Bäumen und Steinen ab, da sitzen weniger unerwünsche Tirechen drin - bilde ich mir zumindest ein ;)
     
  5. wanzi

    wanzi Guest

    Einheimisches Moos

    Hallo,

    auf der Rückseite unseres Hauses (Nordseite)wuchert das Moos nur so.

    Ich hab 2 Nopsen-Babys vor ein paar Wochen auf eben dieses Moos, nachdem ich es sauber gewaschen und von der Erde befreit habe, gebettet und in ein "Einmachglas" gesteckt. So wie ich es bis jetzt sehe hatte das keine negativen Auswirkungen auf die Babys. Die Wurzeln wachsen ja eh langsam und Blätter bekommt das eine Baby auch. Ich besprühe das Moos wenn es trocken ist wieder vorsichtig und pass auf dass kein Wasser ins Herzblatt kommt. Bei der rechten Kleinen ist ein kleines hellgrünes neues Wurzelstück zu erkennen. Ich glaube dass es den beiden gut geht.

    Anbei noch ein Foto von den beiden.


    Gruß Claudia
     
  6. Eva

    Eva Guest

    isses nicht so, dass der Naturschutz nicht für Pflanzen ausm eigenen Garten gilt? Sprich: solange man das Moos nicht im Wald sondern nur im eigenen Garten erntet, sollte man keine Probleme bekommen?
    Aber ganz sicher bin ich mir da leider auch nicht!
     
  7. Hallo,

    erst mal danke an alle, die sich an dieser Diskussion beteiligt haben.

    @Christian: Also verstehe ich dich richtig, dass man jedes Moos eigentlich verwenden kann? Abgesehen von dem Nachteil der Wuchshöhe einzelner Moose.


    @Eva: Deshalb bin ich ja auch im Garten plündern gegangen, weil ich die Moose einfach nicht zuordnen kann. Vom Moos in der Natur, lasse ich aus Prinzip die Finger; die stehen ja zum Teil auch nicht umsonst unter Naturschutz.
     
  8. Myshadow

    Myshadow Guest

    Hallo zusammen !

    Ich habe mir aus einem Weihnachtsgesteck das Moos rausgepfrimelt und für ein JP-/Kindel-Töpfchen verwendet.

    Fazit:

    - ungebetene Gäste hab ich noch keine gefunden
    - seitdem treiben die Kleinen auch wieder Wurzeln aus :rolleyes:
    - man sollte wohl täglich drauf achten, dass das Moos nicht eintrocknet :unsure:
    - weiter gewachsen ist es bis jetzt auch noch nicht

    kleines Bildchen:


    Wir haben aufm Rasen hinterm Haus auch unendlich viel Moos und ich habe auch schon darüber nachgedacht, davon etwas abzustechen und für diverse Orchis zu nutzen.... :yes: Ganuauso wie bei mir neberm Grundstück ein uralter Apfelbaum steht, dessen Äste dicht mit Moos bewachsen sind... ob ich mir davon nicht ein Stück Moos-Ast genehmige, ins Aqua setze und da Orchis drauf binde :rolleyes:
     
  9. Christian G

    Christian G Guest

    Hallo Ivi,

    ist doch ein schönes Ergebnis :yes:

    Hallo Tom,

    Deine Frage :"@Christian: Also verstehe ich dich richtig, dass man jedes Moos eigentlich verwenden kann? Abgesehen von dem Nachteil der Wuchshöhe einzelner Moose."

    Die mir hier in unserer Gegend bekannten Moose, was so im Garten wächst, scheint die Orchideen nicht umzubringen. Jedoch kann (könnte) man bei Cattleya amethystoglossa mit 40 cm hohen Bulben ein ganz anderes Moos einsetzen, als bei einen 2 cm hohem Dendrobium cuthbertsonni, das sehr schnell überwuchert und damit erstickt werden würde.

    Liebe Grüße Christian G :winke:
     
  10. Dawn

    Dawn Guest

    Du, Eva, wenn ich gegen Rasenmoos Vernichtungsmittel ganz legal im Handel kaufen kann, wirds wohl nicht unter Naturschutz stehen? :???
     
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