Hallo, ich würde mich über Euren Rat sehr freuen! Ich habe mir im letzten Sommer einen Gießtopf aus roter Keramik gekauft. Darauf habe ich Moos aus der Wiese vorm Haus aufgebunden, und das ganze im Gras liegend draußen überwintern lassen. Das Moss sieht noch gut aus und ich denke, nun könnte ich langsam daran gehen, eine Orchidee darauf aufzubinden. Meine Frage ist folgende: Durch die Verdunstungskälte, so denke ich mir, kann man sicher nicht alle Orchideen für so etwas benutzen. Ich möchte den ersten Versuch eigentlich auch nicht mit einer empfindlichen und vielleicht sehr kostspieligen Naturform versuchen. Welche empfehlung könnt Ihr mir für die Auswahl einer geeigneten Pflanze geben? Liebe Grüße! Sabine
Hallo Sabine, die Auswahl ist groß, nimm doch eine sophronitis, die wächst langsam und fühlt sich sicher auf der Giessröhre wohl. Aber bitte nicht zu Kalk- oder mineralhaltiges Wasser zum Auffüllen nehmen. Düngen nur durch Spray oder vorsichtiges Tauchen. Liebe Grüße Christian G
Hallo SaTu, ich habe meinen Versuch mit Epidendrum (oder Nanodes) porpax gestartet. Die Pflanze war aufgebunden, aber recht mickrig als ich sie bekommen habe, aber auf dem Gießtopf fühlt sie sich augenscheinlich wohl. Wächst wie wild, auch die Entwicklung neuer Wurzeln stimmt mich optimistisch. Was auch gut funktionieren soll, ist Oncidium eurycline. Frag mal Scarlett, die hat meines Wissens eins auf Gießtopf. Liebe Grüße Karina
Mittlerweile hab ich auch das zweite Onc. eurycline auf dem Gießtopf und ansonsten (bereits seit längerem) Promenaea. Das klappt wirklich ganz prima!
@ Scarlett Hallo Katrin, mittlerweile habe ich gelernt, was ein Gießtopf ist. Offensichtlich hast Du ja gute Erfahrungen damit gemacht. Ich habe eine große Bitte: Könntest Du wieder kurz im Thread "todgeweihte Prom...." berichten und ein Foto beifügen getreu Deiner Aussage an dieser Stelle "ansonsten (bereits seit längerem) Prom ... Das klappt wirklich ganz prima." ???? MfG Sigrid
Dankeschön! Ich habe mich mal ein bißchen im Netz umgeschaut. So eine Sophronitis coccinea ist ja wunderschön! Sie wird an einer Stelle als Mini-Orchidee bezeichnet. Wie groß wird die denn? Mein Gießtopf erscheint mir ja auch nicht sehr groß; da ist eine Mini-Orchidee bestimmt das Richtige. Schöne Grüße Sabine
Hallo Sabine, die sophr. coccinea hat auch auf einem 5 cm hohen Topf Platz. Neben der tollen roten Farbe hält die Blüte bei mir mehr als 2 Monate. Gerade das macht die Pflanzen der Gattung sophr. - mit Ausnahme sophr. cernua so interessant. Liebe Grüße Christian G
Hallo Sigrid, ich befürchte, da gerät einiges durcheinander, was meine Erfahrung betrifft. Das Foto meiner "totgeweihten" Promenaea auf dem Gießtopf mit mittlerweile 4 NT kann ich morgen versuchen und ggf. einem Mod. schicken (mein Nikon spinnt). Nur hab ich eine Naturform auf dem Gießtopf und nicht die in eurem Thread erwähnte Hybride. Deswegen hab ich mich nicht nochmals gemeldet. Ansonsten hab ich ca. 25 Orchideen (Naturformen) in Tontaschen und die TT sind wohlgemerkt ohne Wasservorratsbehälter. Diese TT wurden von meinem Fachhändler (Biologe) im Laufe von ca. 5 Jahren entwickelt. Ich selber hab die TT erst seit ca. 12 Monaten in Betrieb. Das Wurzelwachstum spricht für sich, da vertrocknet nichts, die Wurzeln schmiegen sich dem Ton an. Ich mag da auch nicht viele Worte verlieren, man muss es gesehen haben. Kurz und knapp und ich lass mich da auch von niemandem festnageln, dieses ausgeklügelte System lässt einiges an Vereinfachung in der Wohnungskultur zu. Desweitern würde ich mich gerne auf Christian berufen, der bzgl. der Tonzusammensetzung und des Brennens der Ansprechpartner mit Berufserfahrung ist. Ton ist nicht gleich Ton und von zig vorhandenen Gießröhren (also mit Wasservorratsbehälter) funktionieren bei mir nur ca. 5 Stück. Letztendlich ist das ein sowas von umfangreiches Thema, wo ich mich über jedes Posting freuen würde. Diese ganzen Langzeiterfahrungen mit Ton im Allgemeinen fehlen so ein bissel im Forum. Man ist da fast alleine auf weiter Flur. Hab schon übrlegt, die betreffend erfahrenen User per PM anzuschreiben, aber naja, man liest es und ich mag da niemanden zwingen, eine Statement abzugeben.
Gießtopf ist nicht gleich Gießtopf Da kann ich Scarlett nur zustimmen. IMHO sind die von Ludwig die besten (bei mir jedenfalls = Fensterbank) die "flachen" von Röllke, sowie die von Dötterer sind "ganz ok" - feuchten aber nicht so gut durch. Das mag' jedoch bei jemanden der ein Gewächshaus hat, schon wieder ganz anders aussehen . Da heißt es nur: ausprobieren..... EDIT: Irgendjemand (Gaby?) hat mal was von bis zu - 5 °C Unterschied zur Raumtemperatur geschrieben (bitte korrigiert mich ggf.). Gab's schon mal Themen dazu. Viele Grüße! Claudia
Hallo, das ganze Thema ist sehr komplex, nachdem Katrin mich nannte, melde ich mich auch. Im Prinzip sind zwei Wirkungen bei dem Einsatz von Tonröhren wichtig: 1. durch kleine Undichtigkeiten in der Struktur der Wände dringt dauernd Feuchtigkeit durch die Wand durch und hält das Moos, bzw. die Wurzeln der aufgebundenen Orchideen feucht, 2. durch die Verdunstungskälte ist ein niedrigeres Temperaturniveau an der Oberfläche der Tonröhre gegenüber dem Raumklima gegeben, also für kälteliebende Orchideen in einem sonst ungünstigem Raumklima entscheidend zum Überleben. Je mehr Luft vorbeistreicht, desto mehr Feuchtigkeit freigesetzt, desto stärkerer Kühlungeffekt (wie bei einem Ventilator), ich würde mich da nicht auf einen bestimmten Grad Kühlung festlegen. Ich habe mir selber Tonröhren hergestellt, aus 40 % schammotierten Ton, Wandstärke ca 5 mm, die musste ich innen leicht glasieren, weil sonst zuviel Wasser durchtropfte. Durch die stark aufgerauhte Oberfläche konnten die Wurzeln sehr gut anwachsen, aber auch schlecht wieder entfernt werden. Wie schon früher in anderen Themen angesprochen, sollte verhindert werden, daß sich die Spaltöffnungen im Ton zusetzen, da sind Salze und auch organische Stoffe, zB. zerfallende Algen zu nennen. Düngung der Orchideen über die Oberfläche und nicht über das Füllwasser. Da könnte man noch stundenlang informieren, besser gezielt nachfragen. Liebe Grüße Christian G