Ergebnisse stetiger Kultur von Phalaenopsis Naturformen

Dieses Thema im Forum "Kulturberichte" wurde erstellt von Helmut, 18. September 2009.

  1. UweM.

    UweM. Guest

    Hallo zusammen,

    typisch Orchideenleute:

    einer der besten Forumsbeiträge der letzten Jahre ist auf dem besten Weg, zerredet zu werden. Der Autor muß sich für Dinge rechtfertigen, die er so nicht gesagt hat.
    Wahrscheinlich stammen die gezeigten Orchideenbilder garnicht von Helmuts Fensterbank, sondern direkt aus dem Orchideenhimmel (Achtung - Satire).

    Es ist Sinn eines Forums, dem Autor nähere Einzelheit seiner Kultur zu entlocken, aber die Ferndiagnose einiger Beiträge ist schon verblüffend. Sollte mich nicht wundern, wenn Hemut irgendwann "aufgibt" und nicht mehr antwortet.

    An dieser Stelle eine Bitte an die Moderatoren:
    stellt diesen Beitrag so ein, dass er auf lange Zeit nicht aus dem Fokus verschwindet....

    Zum Schluss wage ich auch noch eine Ferndiagnose:

    Einer der wichtigsten Komponenten einer guten Orchideenkultur ist das Gießwasser. Zu meinem Erstaunen möchte keiner mehr zu dem verwendeten Quellwasser wissen.
    Aus meiner Sicht liegt hier der Schlüssel zum Erfolg...

    Noch ein Wort zum Dünger Algoflah:

    Als der Dünger vor vielen Jahren auf den Markt kam, wurden die Wachstumsergebnisse bei Geranien, Daturen u.ä. mit Medaillien überhäuft. Einer der Gründe war die damals hohe angegebene Konzentration aber auch die erstmalig verwendeten B-Vitamine in diesem Dünger, die heute auch in anderen Düngern verwendet werden...

    Das Zusammenspiel aller Wuchskomponenten und das wache Auge des Kultivateurs für die Reaktion seiner Pflanzen macht eine gute Orchideenkultur aus.

    Wer mehr darüber wissen möchte, sollte einmal hier nachschauen:

    http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/orchideenkultur.html

    Viele Grüße
    Uwe
     
  2. Jensli

    Jensli Guest

    Ich denke nicht, dass dieser Beitrag zerredet wird. Dies ist doch ein Diskussionsforum, oder nicht? Sonst kann ja jeder gleich seine Bilder reinstellen, noch ein paar begleitende Bemerkungen und dann wird der Thread geschlossen. Das ist doch nicht Sinn und Zweck eines Forums. Helmut muss sich mitnichten für seine Erfolge rechtfertigen. Es ist auch kein Unterton aus dieser Diskussion herauszulesen, der Helmut dazu genötigt hätte.
    Und mit "typisch Orchideenleute" hat das auch nichts zu tun. Solche Beiträge finden sich ebenfalls im "Forum der Pudelfreunde", im "Forum der Papageien-, Zierfisch-, Terrarien-, Kleingärtner- und Stricklieselfreunde" - und wie sie alle heissen.
    Es geht eben um eines: Wir alle hätten gerne so schöne Pflanzen wie Helmut und wollen nun wissen, wie er das anstellt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. :winke:
    Davon ab: Leute, es ist Freitag und schaut mal aus dem Fenster!! :cool:
     
  3. Beglückwünschen wir Helmut doch einfach zu seinen tollen Kulturerfolgen und nehmen seine jedenfalls für mich sehr wertvollen Tipps und Ratschläge auf, um vielleicht ähnliches zu erreichen. Gerade für mich als " Fensterbänkler " ohne GW, ohne Leitwertmesser etc. enthalten seine Berichte sehr vieles, was ich auch bei mir zu Hause versuchen kann. Ob allerdings mit dem gleichen Erfolg wird sich zeigen.

    Danke nochmals für die fundierten Kulturberichte Helmut , euch ein schönes Wochenende mit sehr viel Sonne und Lux für die Pflanzen.

    Grüße:winke:

    Michaell
     
  4. kete

    kete Guest

    Wir sind Helmut alle dankbar für seine immer sachlich fundierten und interessanten Beiträge. Das heißt für mich aber nicht, dass man diese Beiträge nicht hinterfragen darf.

    Und schon gar nicht möchte ich irgendwen auf ein Podest stellen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Helmut das möchte (ohne ihm hier vorgreifen zu wollen ;)). Auf so'nem Podest ist es nämlich einsam. Und ein Forum dient ja eigentlich dem Miteinander, oder?

    Jeder Lehrer, der seinen Stoff beherrscht, freut sich im Unterricht über wache Schüler, die intelligente und auch kritische Fragen stellen. Wenn Karsten nun eine andere Herangehensweise hat als Helmut, ist das doch völlig okay. Es muss doch wohl möglich sein, verschiedene Methoden sachlich zu diskutieren, ohne dass sich irgendwer gleich angegriffen fühlt.
     
  5. Phalifan

    Phalifan Guest

    Hallo zusammen,

    die letzten Beiträge zeigen doch wie unterschiedlich ein jeder mit dem Thema Orchideen und ihre Pflege umgeht. Und ich bin mir sehr sicher das Helmut in seiner Art und Weise, wie er zu diesen Ergebnissen gekommen ist, nach wie vor nicht 100%ig verstanden wird. Dies soll nicht bedeuten, das ein jeder der nicht so handelt wie Helmut ein schlechter Kultivateur ist, nur bedarf es doch einiges an Hintergrund wissen zu der hier besprochen Species um die Aussagen über Beobachtungsgabe und Deutung der Reaktionen seiner Pflanzen richtig einzuordnen.
    Ich lese hier zwischen den Zeilen eine kleine Spannung zwischen Helmuts und Karstens Beiträgen, wobei ich bei beiden die Beweggründe deutlich heraus lese und beide gut verstehen kann. Auch für mich wären einzelne Messergebnisse zu den Düngern ganz aufschlußreich, auch wenn ich dem Dünger ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle zubillige. Er ist eben nur ein Teil des Ganzen.

    Dem Thema Licht wird in den meisten Fällen zu wenig Bedeutung gewidmet. Dies liegt sicher in der weit verbreiten Meinung die dann auch kräftig weiter gegeben wird, das die Species Phalaenopsis sehr Licht empfindlich sei und im Sommer stark bis mässig beschattet werden müsse. Jetzt das Gegenteil zu behaupten wäre genauso fatal. Nur eben im Verständnis dieses Teilbausteins liegt die Wahrheit. Durch eigene Erfahrungen im Gewächshaus und durch studieren der begrenzt öffentlichen Fotos über Standortaufnahmen der Phalaenopsis-Species benötigen unsere Schützlinge doch einiges mehr an Licht wie wir ihnen zu gestehen oder bieten können. Insitu-Bilder zeigten sehr oft Pflanzen die entweder einen direkten unbeschatteten oder nur leicht beschatteten Standort an glatten Baumstämmen zeigten.
    Kann man als Schluß aus diesen Bildern das Ganze auf die Heimkultur übertragen? Ich behaupte nur bedingt. Eines ist sicher unstrittig, sie benötigen eine gute Portion an natürlichen Sonnenlicht. Nur müssen bestimmte Randfaktoren bedacht werden. Im Gewächshaus unter Glas/Acryl steigt die Temperatur unbeschattet sehr rasch und würde durch Übertemperierung den Tod bedeuten. In der Natur wird die erzeugte Wärmestrahlung aber sehr gut durch die Verdunstungskälte im Bereich der Blätter und der Humusschichten beeinflusst und gleichzeitig durch Wind eine gewisse Umschichtung erzielt. Außerdem gibt es keinen Deckel der die aufsteigende Wärme am Boden hält. D.h. es müssen Maßnahmen geschaffen werden die ein Übertemperieren verhindern. Hierzu kommen Beschatten, Vernebeln oder die oft unterschätzte Möglichkeit der natürlichen Konvektion mittels Öffnungen in Bodennähe in Frage. Erst damit können wir den Pflanzen ein Maximum an Licht bieten. Bisher hatte ich sogar meine Pflanzen mit einer Holzlamellenjalousie beschattet. Das war einfach zu viel. Besser wachsen die Pflanzen mit Mehrfachlagen von Schattiergage. Helmut konnte bei mir zwar bemerken das viele Pflanzen sehr hell aussahen, aber welche das meiste Licht abbekamen sind die gesündesten.
    Leider können diese Rückschlüsse nur bedingt für die Fensterbank verwendet werden. Hier fehlt das Licht von Oben. Gerade an trüben Tagen fehlt oft die zwar geschwächte Strahlung von oben, zumal das Fensterglas weiter filtert. Auch könnte man nun zum Schluß kommen, nur wer ein lichtintensives Südfenster hat, kommt zum Erfolg. Das haben schon andere bewiesen, das selbst Nordfenster Erfolge bringen können. Aber auch auf der Fensterbank gilt so viel Licht wie möglich, wieder in Verbindung mit den Randerscheinungen. Auf der Fensterbank kommt es schnell zu Verbrennungen in Verbindung mit direktem Sonnenlicht, aber auch nur, weil die Temperatur der Blätter einfach zu hoch wird. Die Faktoren um die Pflanzen herum, wie am Naturstandort, wie Verdunstungkälte durch Feuchtigkeit, Winde, offener Abzug der Wärme fehlen hier. Das ist eben ein Grund bei Helmuts Überlegungen gewesen, einen Folientyp zu finden, der zumindest die Erwärmung hinter der Scheibe minimiert.
    Noch eine abschließende Bemerkung zum Thema Licht. Karsten meinte, das Pflanzen bei zu starkem Licht rötliche Blätter bekämen. Dies kann ich bei der hier besprochenen Species Phalaenopsis nicht allumfassend bestätigen. Sicher ist der Effekt bei den buntlaubigen Arten eine Erscheinung, auch bei Hybriden mit deren Beteiligung, aber die meisten bleiben eben Grün, oder zeigen dann die pergamentfarbenen Verbrennungsflecken. Im übrigen hat die Natur den buntlaubigen Arten einen guten Schutzmechanismus mit den Flecken gegen die Sonnenstrahlung gegeben. Ist gleichzeitig ein Indiz für den hohen Lichtbedarf.

    Auf das Giesswasser möchte ich ebenfalls eingehen. Diesem Grundbaustein allen Lebens sollte ebenfalls Beachtung geschenkt werden. Unser Trinkwasser enthält mittlerweile einige Substanzen die zur Reinheit und Keimfreiheit eines gewissen Standarts notwendig sind. Leider kann dies nicht durch bloses Filtern erreicht werden. Hierbei werden chem. Substanzen zugesetzt, die im natürlichen Quellwasser oder Regenwasser so nicht drin sind. Sehr viele Orchideenfreunde versuchen daher das meist erschwingliche Regenwasser zu nutzen. Aber auch das kann kein Garant sein. Ein Beispiel - ich nutze eine 3000L Regenwasserzysterne zum bewässern meiner Pflanzen. Letztes Jahr hatte ich mit starken/häufigen Pilzflecken auf den Blättern zu kämpfen. Auch das Wurzelwachstum war nicht zufrieden stellend. Nach langem Grübeln und Gesprächen mit Orchideenfreunden kam dann die Idee, die Zystern doch mal 2/3 zu entleeren. Ähnlich dem Wasserwechsel im Aquarium. Nach erneuten Regenfällen änderte sich der Zustand meiner Pflanzen deutlich.

    Wie einige von Euch schon vermuten, so würde auch ich behaupten, dass das verwendete Quellwasser einen sehr natürlichen und geringen Gehalt an Mineralien enthält, der sehr förderlich sind. Ebenso behaupte ich, das dieses Wasser einen sehr hohen Sauerstoffgehalt enthält, zumindest deutlich mehr als mein Regenwasser. Einige mir bekannter Orchideenfreunde belüften aus diesem Grunde Ihren Regenwasservorrat.

    @ Helmut - um Deinem Beitrag zu entsprechen, würde mich einmal interessieren, ob es Schlüsselerlebnisse oder Beobachtungen gegeben hat, die Dich zur Nutzung des Quellwassers bewogen haben?
     
  6. kete

    kete Guest


    Ich kann mir ehrlich gesagt unter "Quellwasser aus dem Schwarzwald, das durch Buntsandstein geflossen ist" nichts rechtes vorstellen. Ist das Mineralwasser in Flaschen?

    Als ich noch in NRW wohnte, habe ich meine Zimmerpflanzen (keine Orchideen) immer mit Mineralwasser (vom Aldi) gegossen, da ich ihnen die Brühe, die dort aus der Leitung kam, nicht zumuten mochte, und ich hatte den Eindruck, dass ihnen dies ausgezeichnet bekommen ist.
     
  7. *Andrea*

    *Andrea* Guest

    Ich denke, dass ein sehr wichtiger Faktor das Wasser ist, welches Helmut benutzt. Quellwasser ist sauerstoffhaltig (wie Mike schon bemerkte) und quasi kalkfrei. Meine Mutter war bis vor ein paar Jahren an eine solche Quelle angeschlossen und hatte niemals Kalkflecken an den Armaturen oder im Spülbecken. Auch schmeckte damit der Kaffee / Tee ausgezeichnet. Ich kann auch aus eigener Erfahrung berichten (hab da ja mal 25 Jahre meines Lebens verbracht), dass man eine wesentlich weichere Haut nach dem Waschen hat, als wenn man Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz nutzt.

    Ein weiterer Faktor ist meines Erachtens auch die Erfahrungen, die Helmut in den vielen Jahren gesammelt hat. Schließlich hat auch er in den Anfangsjahren ausprobiert und irgendwann seinen persönlichen Weg gefunden. Ich bewundere seine Konsequenz, die Pflanzen nicht hin und her zu stellen (ich bin da noch oft versucht). Des Weiteren sind wir wahrscheinlich auch alle zu ungeduldig, wenn sich nicht gleich ein Erfolg einstellt. Bei der einen Pflanze geht die Gewöhnung an einen neuen Standort eben schneller als bei einer anderen.
     
  8. Hallo,

    im Schwarzwald, zumindest wo ich wohne, haben wir nicht mal im Leitungswasser Kalk ! Ich habe allerdings keine Ahnung in welcher Ecke Helmut im Schwarzwald wohnhaft ist und wie dort die Quali des Leitungswasser ist.


    Gruß Michael
     
  9. katzenhai2

    katzenhai2 Guest

    Dann schlage ich vor, Helmut nennt entweder die Bezugsquelle (Teekesselchen :lol:) oder sendet wem was davon zu, so daß man das testen kann.
    Wenn er das nicht mag, daß andere auch so schöne Pflanzen bekommen, soll er nen Blog aufmachen und die Kommentarfunktion sperren.

    Jedenfalls ist was mit seinen Pflanzen passiert und das hat Gründe. Fassen wir zusammen:
    - hohe Lichtbestrahlung (leicht beschattet) an Südfenster und Lichtkuppel
    - Quellwasser aus dem Schwarzwald
    - Dünger in sehr hohen Konzentrationen als in Foren propagiert
    Substrat scheint xyz zu sein, wie es jeder mal verwendet.

    @kete:
    Auffallend in dem Orchipack Thread von Helmut ist, daß um September bzw November 2008 rum einige Pflanzen plötzlich diese dunkelgrünlich und glänzende Farbe erhalten. Davor sehen sie 0815 aus: http://www.forum.orchideen-forum.de/showthread.php?p=418558#post418558
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. April 2010
  10. kete

    kete Guest

    Naja, Wasser verschicken ist, glaube ich, ein bißchen viel verlangt. :lol: Und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass es nur daran liegt, denn das verwendet er wohl schon immer...?

    Ich würde Helmut mal unterstellen, dass er sich freuen würde, wenn es allen Orchis so gut ginge wie seinen. :yes:

    Nun müssen wir nur noch herausfinden, welcher Faktor hier ausschlaggebend ist. Oder sind es tatsächlich alle zusammen? Südfenster habe ich, Wasser kann man besorgen, vor so hohen Düngerkonzentrationen hätte ich allerdings Schiss.... :sad:

    Tja, was hat sich ab da geändert? War es tatsächlich der Dünger? Wenn, wie Du sagst, jemand anders diesen Dünger auch schon testet und bereits Anfänge einer ähnlichen "Ergrünung" feststellt, was ist in diesem Dünger/diesen Düngern enthalten, dass dies verursacht? N-P-K enthalten die ja wohl alle? Und ist das auf Dauer tatsächlich gut für die Pflanzen oder nur Kosmetik fürs menschliche Auge? Fragen über Fragen.... :???
     
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