1. Liebe Orchideenfreunde

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Encyclia prismatocarpum

Dieses Thema im Forum "Naturformen" wurde erstellt von PeterS, 11. Juli 2006.

  1. PeterS

    PeterS Guest

    Hallo zusammen,

    als Neuzugang in diesem Forum möchte ich alle Mitglieder herzlich begrüßen. :winke:
    Kurz zu meinem Background: von 1983 - 1990 pflegte ich bereits Orchideen. Danach folgten Kakteen, deren Bestand für ein neues Hobby weichen mußte. Seit 2 Jahren habe ich wieder Orchideen. Haupsächlich Naturformen der Gattung Cattleya, aber auch wenige Laelien, Vandas u. a. In der Vegetationszeit habe ich ein Gewächshaus zur Verfügung.:D
    Im Winter werden die Pflanzen in einem Minivolienhaus mit Nebler an einem Südfenster bei niedrigen Temperaturen überwintert.

    Seit mehrenen Wochen bin ich Besitzer einer Encylia prismatocarpa. Leider konnte mir der Besitzer der Orchideengärtnerei nicht viel über diese Art erzählen. Im Internet fand ich auch (noch) nichts Verwertbares in Bezug auf eventuelle Besonderheiten in der Kultur. Nur eines hörte ich mehrmals, dass diese Art nicht einfach zum Blühen zu bringen sein soll.:???
    Aber gerade dise Tatsache reizt mich besonders.:yes:

    Hat jemand von euch diese Art in Pflege?

    Gruß

    Peter
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Juli 2006
  2. michaelM

    michaelM Guest

    Hi Peter,

    Vielleicht suchst Du mal unter Epidendrum prismatocarpum ? Das ist wohl der alte Name...
     
  3. PeterS

    PeterS Guest

    Hallo Michael,

    vielen Dank für den Tipp. Unter diesem Namen bin auch fündig geworden. Leider fand ich nur ein Bild einer Blüte. Aber vielleicht kann Klaus etwas zu der Kultur sagen.:original:
    Der Vorjahrestrieb hat übrigens eine Scheide mit etwa 2 cm Länge. Die Pflanze befindet sich gerade im Trieb.

    Dabei fällt mir noch ein, das es sich bei meiner Pflanze um die Varität maculata handelt. Wenn mir noch jemand den Unterschied erklären könnte zwischen der Normalform, die ja auch "maculata" ist und der maculata- Form, wäre ich sehr dankbar.

    Gruß

    Peter
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Juli 2006
  4. Martin

    Martin Guest

    Hallo Peter,
    willkommen im Forum.
    Ich habe seit Januar auch eine Encyclia prismatocarpa. Seitdem hat sie außer Wurzelwachstum noch keine Veränderung gezeigt. Ich suche auch nach guten Kulturanleitungen, habe bisher aber kaum gute gefunden außer dieser:

    Link gelöscht.

    Ich hoffe, das mit der Blüte wird nicht so schwierig. Ich finde, sie ist eine der tollsten Encyclia-Blüten! :D
    Hast Du denn die Orchideen aus Deiner ersten Sammelleidenschaft?
    Viele Grüße
    Martin
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Oktober 2016
  5. PeterS

    PeterS Guest

    Hallo Martin,

    die automatische Benachrichtigung funktioniert nicht. Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte.

    Die Kulturanleitung ist leider sehr allgemein gehalten. :sad:

    Von damals blieb nichts übrig. 1991 habe ich meine letzten Pflanzen in unser Ulmer Orchideengruppe verkauft. 1994 war ich wegen der Kakteen in Mexiko und fand natürlich auch einige Orchideen :D , wo ich 4 oder 5 verunglückte Pflanzen, die mit ihren Ästen am Straßenrand lagen, mitgenommen habe. Den mutmaßlichen Laelien war es aber bei den Kakteen dauerhaft zu trocken. :sad:

    Wieder richtig angefangen habe ich im Herbst letzten Jahres. Anfang Mai diesen Jahres, die ersten Pflanzen kamen schon in Trieb, habe ich alles ausgtopft und auf Kork gebunden und mit Sphagnum den Wurzelbereich etwas geschützt. Das verursacht natürlich mehr Arbeit, aber die Pflege ist aus meiner Sicht viel einfacher. Die leidige Gießfrage stellt sich nicht mehr. Abends wird getaucht und fertig. Auch das leidige Umtopfen erspart man sich auf viele Jahre. :D

    Woher stammt Deine Pflanze?

    Ich suche (bis jetzt in Deutschland vergebens) Cattleya x hardyana v. semi-alba. Für jeden Tipp, der zur Ergreifung der Gesuchten führt, wäre ich sehr dankbar. ;)

    Gruß

    Peter
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Juli 2006
  6. Klaus

    Klaus Guest

    Hallo Peter,

    auch ich kann mir nicht vorstellen, was an der "Var. maculata" anders sein soll, weil ja auch die Normalform schon gefleckt ist. Falls das nur eine verkaufsfördernde Maßnahme war, den Pflanzen dieses Etikett zu verpassen, hat sie bei mir jedenfalls gewirkt: Ich habe mir Anfang des vorigen Jahres bei Currlin-Orchideen auch eine mitgenommen ;) Es ist allerdings eine Jungpflanze, die sicher noch 2 bis 3 Jahre bis zur ersten Blüte brauchen wird.

    Eine große prismatocarpa habe ich seit vielen Jahren und sie ist sehr wüchsig (in der Regel kommen 2 Neutriebe aus jeder Bulbe) und leicht zu pflegen: Lichtmäßig steht sie bei den Cattleyen, kann also einiges aushalten. In der Wachstumszeit sehr feucht bis nass, ein ständig mit Wasser gefüllter Untersetzer schadet nicht bzw. wenn ich sie im Sommer draußen habe, wird sie jeden Tag gegossen. Sie wächst schnell und braucht/verträgt daher auch kräftig Dünger; aber frag mich nicht nach Leitfähigkeitswerten.
    Nur um sie zur Blüte zu bringen, muss man aufpassen. Sie braucht einen gewissen Zeitraum mit weniger Wasser und auch kühleren Temperaturen. Und meine Pflanze blüht nur dann, wenn ich diese Ruhephase einleite, bevor die Bulbe fertig ausgewachsen ist. In den ersten Jahren wollte ich immer warten, bis die Bulben "fertig" sind, aber da hat sie mir immer durchgetrieben.

    Ach, eines noch: obwohl ich meine prismatocarpa schon mindestens 10 Jahre oder länger habe, ist es keine riesige Schaupflanze geworden. Sie hat nämlich einen ausgeprägt kriechenden Wuchs, 3 bis 5 cm Abstand zwischen den Bulben; wenn ich sie nicht regelmäßig teilen würde, müsste ich sie mittlerweile vermutlich in einem Wachskorb kultivieren und dafür habe ich leider keinen Platz.

    viele Grüße
    klaus
     
  7. Martin

    Martin Guest

    Hallo Peter,

    Ja, Aufgebundene haben auch Vorteile, allerdings muß man praktisch jeden Tag da sein, Pflanzen im Topf können einige Tage allein durchhalten!
    Ich bin seit kurzem auch im Neu-Ulmer Orchideentreff!

    Die ist auch von Currlin (im Januar gekauft). Nach den Tipps von Klaus werde ich sie jetzt auch etwas nasser halten. Allerdings finde ich das Substrat auch nach vielen Tagen immer noch leicht feucht, so daß ich da bisher etwas Bedenken hatte, so viel zu gießen

    Viele Grüße Martin
     
  8. PeterS

    PeterS Guest

    Hallo zusammen,

    zu Klaus:

    so, nun wissen wir etwas mehr.:yes: Die passt eigentlich sehr gut zu den Cattleyen. Die sollten ja auch vor Beendigung des Triebes kürzer gehalten werden. Da bin ich gespannt, bei wieviel Pflanzen mir das gelingt. :D
    Vielen Dank für Deine Anleitung.

    zu Martin:

    Die Aufgebundenen haben einen weiteren Vorteil, es können auch Bekannte z. B. sprühen, ohne viel falsch zu machen. Mein Pflanze ist auch von Currlin. Mir gefiel auch der Habitus der Pflanze sehr gut.

    Ein Leitwertmeßgerät habe ich noch aus meiner Fischzuchtzeit. Das ist für die Orchideenkultur das wichtigste Handwerkzeug. Man glaubt garnicht, wie schnell Gießwasser versalzt ist. Regenwasser ist auch sehr unterschiedlich im Leitwert, besonders der Regen aus dem Norden. Den verwende ich nicht zum Gießen. Das Gießwasser sollte einen Leitwert von ca. 400 nicht überschreiten, sonst entzieht das Gießwasser den Wurzeln Wasser. Die Pflanzen dehydrieren, obwohl immer gegossen wird.
    Ich fange immer bei etwa 400 microsiemens an und gieße solange Wasser nach, bis etwa ein Wert von 200 erreicht ist. Dann wird das Wasser ausgeleert und neues angesetzt. Ins neue Wasser (etwa 20 Liter) lege ich dann etwa 10 alte Eichenblätter rein. Das Wasser wird leicht bräunlich und der PH- Wert sinkt auf ca. PH 5,5 - 6. Auch das ist für die Wurzelentwicklung wichtig. Der von mir verwendete Dünger hat ein Verhältnis von 4-6-6.

    Bei meinen letztes Jahr gekauften Vandas befürchtete ich, dass sie vielleicht durchtreiben. Aber das passierte nicht. Trotz täglichen Tauchens wuchsen z. T. 2 Rispen und blühen momentan. Mit den verschiedenen Düngerverhältnissen kann man jede Pflanze steuern.

    Zum Ulmer (?) Treff komme ich nicht regelmäßig.

    Gruß

    Peter
     
  9. Martin

    Martin Guest

    Hallo Peter,

    Ja, beide Methoden haben natürlich ihre Vor- und Nachteile!

    Irgendwann werde ich mir auch mal ein Leitfähigkeitsmessgerät leisten. Deine Düngemethode hat genau so vor kurzem Herr Kenntner empfohlen! Das mit den Eichenblättern ist mir allerdings neu. Danke für den Tipp!
    Ciao Martin
     
  10. PeterS

    PeterS Guest

    Hallo Martin,

    ja, ich weiß, ich hab's auch gehört; war auch beim Würstchenessen. ;)

    Handliche Leitwertmeßgeräte gibt es schon knapp unter Euro 50.- im Zierfischhandel.
    Manchmal gieße ich auch mit Wasser aus dem Fischteich nach. Da liegt der Leitwert um 200 mS. Dort sind viele natürliche Wuchsstoffe aus dem Stoffwechsel der Tiere und der Bakterientätigkeit vorhanden.

    Bei meinen Kakteen habe ich, je nach Entwicklungsstand der Pflanze und Jahreszeit, Dünger mit unterschiedlichen Verhältnissen von N (Stickstoff)-P (Phosphat)-K (Kalium) verwendet. Ab Ende August Anfang September ist der N -(Stickstoff) Anteil stark reduziert und fast ganz durch Kalium oder wenn eine Blüte bevorstand, auch mit Phosphat ersetzt worden.
    Bei den Orchideen kann man es ähnlich machen. Dieses Jahr habe ich allerdings schon mit einem 4-6-6 Dünger im Frühjahr begonnen, da ich lieber etwas kleinere Pflanzen habe. Sie müssen im Winter in's Minigewächshaus passen. Aber da werde ich wohl bald ein zweites kaufen müssen. :D
    Du kannst gerne mal vorbeikommen. Deine Pflanzen würde ich auch gerne mal anschauen.

    Gruß

    Peter
     
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