Destiliertes Wasser und Dünger

Dieses Thema im Forum "Rund um die Pflege" wurde erstellt von Vandine, 1. Juni 2010.

  1. Araia

    Araia Guest

    Stimmt, bei den Vögeln ist ja die Harnsäure im Kot enthalten. Aber wie oft

    LG
    Araia
     
  2. Jensli

    Jensli Guest

    Ich sach immer: Erfahrung und ein grüner Daumen ersetzen jedes Leitwertmessgerät... :rolleyes:
     
  3. Araia

    Araia Guest

    Bei Plopsen mag das ja noch stimmen ... leg dir mal ein paar Masdevallia zu, dann schauen wir mal.

    LG
    Araia
     
  4. tigalilly

    tigalilly Guest

    Hallo Vandine, das sieht ja zauberhaft aus. Ich finde deine Mischmethode hört sich gut an. Ich nehme auch gelegendlich die Mischung ähnlich wie deine (allerdings mit Ionenausauscher-Wasser statt dest. Wasser), ansonsten Regenwasser, etwas Leitungswasser und Orchideendünger aus dem Gartencenter. Den Dünger dosiere ich "Pi mal grüner Daumen", höchstens 1/4 der Herstellerempfehlung(Volle Zustimmung an Jensli:D) . Ich hab nämlich kein Leitfähigkeitsmessgerät.

    Es geht so auch bei Masdevallien, (wahrscheinlich auch bei anderen Naturformen). Meine M. werden aber nicht jedes mal gedüngt, denen gehts mit Regenwasser prima, ganz selten gibts etwas aufgedüngtes Gemisch. Zur Zeit bilden 4 von 5 Masdevallien Bts. (stolz:original:)

    Gruß
    tigalilly:winke:
     
  5. Hendrik

    Hendrik Guest

    Dest. Wasser und das aus dem Ionenaustauscher sind identisch. Was man im Laden zu kaufen bekommt als "Destilliertes Wasser", ist solches aus dem Ionenaustauscher (also eigentlich Etikettenschwindel :D ), das ist aber tatsächlich noch reiner hinzukriegen als destilliertes.

    Dass den Masdevallien Regenwasser reicht, erstaunt mich, aber wenn sie blühen, kann das ja nicht so falsch sein. Werd ich gleich ausprobieren, meinen gehts nämlich nicht so gut.

    lg Hendrik
     
  6. Araia

    Araia Guest

    Kein Wunder, liest du mal in der Kulturdatenbank: http://www.orchideenforum.de/masdevallia.htm

    LG
    Araia
     
  7. emmi

    emmi Guest

    Es könnte aber auch Forumsleute geben, die ihr destilliertes Wasser aus einer Destille haben und nicht aus dem Supermarkt.
     
  8. tigalilly

    tigalilly Guest

    Versuch das mal, ich denke es ist auf jeden Fall vorteilhaft. Ich will damit nicht sagen, dass sie ohne jede zusätzliche Mineralstoffversorgung auskommen, aber gerade wenn sie Knospen bilden, sind sie sehr empfindlich. Bei guten Standort- und Substratbedingungen wollen sie wenig Mineralien oder Salze zusätzlich. Mein Regenwasser kommt aus einer Sammeltonne, ich nehme an da sind einige mineralische Verunreinigungen drin.

    Gruß
    tigalilly:winke:
     
  9. Inachis

    Inachis Guest


    Ein paar Infos:

    Die Konzentrationen gelöster Stoffe in Pflanzen- bzw. Tierzellen sind im Allgemeinen nicht sehr unterschiedlich. Die Zellmembranen sind ebenfalls auf eine ähnliche Art semipermeabel, wobei natürlich noch selektive und teilweise aktive Transportvorgänge dazu kommen, die bei Pflanzen- und Tierzellen unterschiedlich sind.

    Trotzdem können Pflanzen besser mit großen Konzentrationsunterschieden zum Aussenmedium umgehen. Das liegt daran, dass die Zellwand die Zelle von außen stützt und sich die Zelle nicht so leicht ausdehnen kann, wie eine Tierzelle, die keine Zellwand besitzt. Bei der Pflanzenzelle stellt sich bei einer sehr niedrigen Konzentration gelöster Stoffe im Aussenmedium (hypoton) ein hoher Zellinnendruck ein (Turgor), eine Tierzelle dehnt sich aus, bis sie platzt. Außerdem besitzen Pflanzenzellen Vakuolen, die ebenfalls zur Osmoregulation beitragen.

    Trotzdem, wie Jensli sagt: Wenn man eine Pflanze wurzelnackt in destilliertes Wasser stellt, dann wird ihr das auch schaden. Der Gegendruck, den die Zellwände produzieren können, reicht irgendwann nicht mehr. Übrigens gibts da ein ganz bekanntes Beispiel: Sehr süße, reife Kirschen können platzen, wenn es (nach längerer Trockenheit) regnet. Die Zellen nehmen dann so viel Wasser auf, dass das Gewebe reißt. Die Kirschen bekommen dann diese klaffenden Risse, die bestimmt jeder schon mal gesehen hat.

    Um nochmal zum Thema zurück zu kommen: Ich gieße auch mit Umkehrosmosewasser (das übrigens genau diesen Effekt ausnutzt, indem durch hohen Druck das Wasser in Richtung der geringeren Konzentration durch ein semipermeable Membran gepresst wird) welches ich nach einem kleinen Schuss Leitungswasser auf ca 200 mikroS/cm aufdünge. Ich habe fast nur Phals und gebe deshalb ab und an auch mal etwas mehr (400 mikroS/cm). Spülen halte ich auch nicht für nötig. Als ich drei Wochen hintereinander mit 50 mikroS/cm gespült habe hatte ich schon den Eindruck, dass alle nicht mehr so schnell gewachsen sind. Aber das sind natürlich immer subjektive Eindrücke.

    Auf jeden Fall ein spannendes Thema!

    Lg Inachis

    P.s. Der Mikrokosmos ist ja toll!! Kannst du vielleicht noch ein paar mehr Fotos machen? Wie regelst du Temp. LF und Luftbewegung?
     
  10. schnattchen

    schnattchen Guest

    Es heisst doch immer, das Wasser aus dem trcokner dann destilliertes Wasser ist.
    Aus welchem Grund, oder stimmt das überhaupt?
    Kann man das benutzen?
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden