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Der Bau eines Cypripedium-Beetes

Dieses Thema im Forum "Heimische Orchideen, Erdorchideen ... (Naturformen und Naturhybriden)" wurde erstellt von Bertram, 19. März 2012.

  1. Bertram

    Bertram Administrator Mitarbeiter

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    Da mein Cypripediumbeet unter dem Nussbaum zu klein wurde habe ich es im September erweitert und einige Fotos gemacht.
    Weil unser Boden sehr lehmig und undurchlässig ist hatte ich vor in 50cm Tiefe eine Drainageschicht einzubauen. Nach ca. 10cm muss ich immer mit dem Pickel arbeiten da mit dem Spaten kein Durchkommen ist. Glücklicherweise stieß ich nach 30cm auf das Drainagerohr des ehemaligen Sandkastens und schlug aus Versehen ein Loch hinein. Ich beschloss das Rohr zur Entwässerung des Cypripediumbeetes zu benützen und nicht mehr weiter zu graben. Das Loch deckte ich mit einem feinmaschigen Gitter und großen Steinen ab um zu verhindern, dass Erde alles verstopft.

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    Außen um das Beet legte ich eine Wurzelsperre, damit die Wurzeln des Farnes der hinter dem Beet wächst nicht so leicht herein wachsen, auf den Boden kam eine dicke Schicht Kalkkies, die Wurzel des Nussbaumes ließ ich, die stört in der Tiefe nicht.
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    Dann mischte ich Gartenerde, Pinienrinde, Sand, Kies und Blähton zu gleichen Teilen und füllte ca. 20cm auf.

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    Da Cypripedien kalkliebend sind und ich bei dem Frühjahrshochwasser eine ganze Box mit Muscheln von meinen Kindern im Keller schwimmend gefunden habe, wurden diese nochmals gewässert, zerkleinert und aufgestreut:

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    Weil ich vorhatte in diesen Teil des Beetes Cypripedium Naturformen zu pflanzen erhöhte ich bei der obersten Schicht den Anteil mineralischer Bestandteile. Ein Drittel war die oben beschriebene Mischung aus Erde, Pinienrinde Sand, Kies und Blähton, zwei Drittel bestanden aus Blähton, Lava, Sand und Kalkkies. Um das gesamte Beet kam ein Schneckenzaun.
    So sah das fertige Beet aus:

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    [​IMG]


    Dazu kamen dann als Begleitpflanzen noch winterharte Alpenveilchen und Küchenschelle.

    Angefangen mit Cypripedien habe ich im Herbst 2005, als erstes pflanzte ich zwei eintriebige Stöcke Cyp. Ulla Silkens die mittlerweile zu großen, vieltriebigen Stöcken geworden sind.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. März 2012
  2. Lycaste53

    Lycaste53 Guest

    Hast Du das Beet den Winter über abgedeckt und wenn ja, womit?
    Ich hatte meinen Cypripedien eine Schicht aus 20cm Buchenlaub verpasst, die erst letzte Woche wieder entfernt worden ist. Bis jetzt sehe ich noch keine Neutriebe.
    Siehst Du schon was?
     
  3. Bertram

    Bertram Administrator Mitarbeiter

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    Knapp einen Meter über dem Beet habe dieses Jahr ich als Nässeschutz eine Plane gespannt weil ich im Herbst ein Cypripedium tibeticum gepflnzt habe und das mit starker Nässe, vorallem im Winter, nicht zurecht kommt. Früher als ich nur Hybriden hatte ging es auch ohne Nässeschutz. Als Frostschutz gibt es eine dünne Schicht Pinienrinde mehr nicht.

    Das Cypripedium Inge (Cyp. parviflorum x Cyp. fasciolatum) treibt schon ein bißchen, das ist aber immer sehr früh.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. März 2012
  4. eleni

    eleni Guest

    Ich habe mal eine Frage zur Lage des Cypripedium Beetes:
    ich habe gelesen, daß Cypripedien schattig mögen. Ich hätte bei mir ein Stück vom Garten, dort kommt morgens kurz Sonne hin und ab spätnachmittag wieder Abendsonne. Das Beet liegt unter Hainbuchen. Meint ihr, ich könnte dort ein Beet anlegen?
    Boden hat tiefer unten viel Lehm, ich müßte es also so anlegen wie Du, Brigitte.
     
  5. Bertram

    Bertram Administrator Mitarbeiter

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    Hallo Eleni,

    mein Cypripediumbeet liegt unter einem Nußbaum, es bekommt ebenfalls etwas Morgen-und Abendsonne. Wenn die Hainbuchen keine Wurzeln haben die weit oben wachsen und die Cypripedien erdrücken dürfte der Standort schon richtig sein.
     
  6. eleni

    eleni Guest

    Dankeschön Brigitte, dann werde ich es dieses Jahr versuchen. :eek:riginal2:
     
  7. Bertram

    Bertram Administrator Mitarbeiter

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    Viel Erfolg!
     
  8. Lycaste53

    Lycaste53 Guest

  9. Bertram

    Bertram Administrator Mitarbeiter

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    Sehr interessant Regina!

    Nachdem ich das gelesen habe denke ich, dass der Standort unter der Hainbuch nicht optimal wäre, das Wurzelwachstum wird ja mit der Birke verglichen.

    Hast du nicht noch einen anderen Baum im Garten Eleni? Ein Hausschatten der nur Morgen- oder Abendsonne hin läßt wäre auch gut. Sonst müßtest du halt künstlich beschatten.
     
  10. Lycaste53

    Lycaste53 Guest

    Was auch ginge wäre,
    unter den Hainbuchen ( ich hab auch eine, deshalb habe ich danach gesucht) ein Hochbeet anzulegen. Die Buchen wären dann eigentlich nur der Schatten- und Laub- Spender. Das Hochbeet bekommt eine Wurzelschutzfloie unten rein, und eine Drainage.
     
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