Das Dünge Thema macht mir Kopfzerbrechen

Dieses Thema im Forum "Fragen zur Pflege" wurde erstellt von Georga, 13. August 2015.

  1. Georga

    Georga Guest

    Seit Tagen suche ich Antworten zum Thema - wie dünge ich richtig.
    Kann ich den Dünger mit dem Sprüher ausbringen oder lieber mit dem Gießen, oder lieber tauchen? wie dünge ich meine Orchis/aufgebunden im Terrarium?
    Oder mit jedem gießen/sprühen nur ein viertel der angegebenen Menge, oder doch nur 2 x im Monat.
    Bin mir nicht schlüssig darüber ob der Dünger den Pflanzen schadet wenn er auf die Blätter kommt, da ich für meine Bäume speziellen Blattdünger habe, nicht alle Dünger sind dafür geeignet, oder ist das bei dem Orchideendünger egal?
    Habe eine Osmose Anlage und auch einen Leitwertmesser und habe das mit dem Wert verstanden. Gibt es eine Liste wo z. B. die Leitwerthöhe für einzelne Orchideenarten stehen oder nimmt man lieber einen niedrigen Wert an als einen höheren, habe etwas von 200 - 400 us gelesen.
    Ich weiß es sind viele Fragen, es tut mir leid, aber ich möchte es wirklich richtig machen, bisher habe ich - nach Bedarf ab und an gedüngt da hatte ich aber auch nur vier - fünf Orchideen.......es scheinen aber mehr zu werden. Wie macht Ihr das bei Euren Pflanzen? Gruß Georga
     
  2. Ingrid

    Ingrid Administrator Mitarbeiter

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    Warum willst du es ändern? Wer es schafft den Bedarf zu erkennen, sollte unbedingt so weiter machen, auch wenn es , scheinbar, mehr werden.
     
  3. Jensemann

    Jensemann Leser

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    Es gibt keine genauen Angaben, was die Pflanzen genau an Dünger wollen. Hier kommt es auch darauf an, ob sich die Pflanze gerade im Wachstum befindet. Genau genommen spielt auch die momentane Verdunstungsrate eine Rolle. Entscheident ist ja der Salzgehalt im Substrat und nicht der des Gießwassers. Ich persönlich bin der Auffassung, daß periodische Düngergaben nicht zweckmäßig ist. Hier entscheidet die Trockenheit des Substrates darüber, wieviel Dünger das selbe aufnehmen kann. So steigt der Salzgehalt im Substrat stärker an wenn dieses recht trocken ist.
    Bei Düngergaben bei jedem Tauchvorgang mit geringerer Konzentration schwankt der Salzgehalt weniger. ICH persönlich gebe meinen Düngerwasser mit 100 Microsiemens. Andere haben bei sich sicher andere Erfahrungen gemacht. Der Zustand meiner Pflanzen sagt mir jedenfalls, das die Ernährung zu meinen Standortbedingungen passt. Angemerkt sei noch, das starkwüchsige Phalenopsen und zartere Naturformen gleichermaßen zufrieden scheinen. Mir leuchtets auch irgendwie ein, denn in der Natur ernähren sich Epiphyten ja auch nur von weichen Regenwasser, angereichert mit etwas Mineralien die mit dem Staub in die Wolken gelagen.
    Blattdüngung ist mit Vorsicht zu genießen. Ich sprühe sie einfach mit leicht aufgedüngtem Dest. Wasser auf 30 Microsiemens. Und das nicht dauernd sondern nach Bedarf:pff:
     
  4. Oh_oh

    Oh_oh Guest

    Ich bin auch ein Anhänger einer gleichmäßigen Düngung. Da bei mir Cattleya-verwandte überwiegen, erhalten diese im Sommer 400 - 600 Mikrosiemens und im Winter bei den wenigen Wassergraben nur 300 Mikrosiemens.
    Die, die im Sommer Draußen stehen, bekommen ja noch den Regen mit ca. 150 Mikrosiemens zusätzlich. Bei anderen Arten, z. B. Masdevalia ist das völlig anders. Die erhalten ihren Extra-drink mit sehr geringem Salzgehalt.
    Anfangs habe ich außer bei Masdevalia dauerhaft mit 300 Mikrosiemens durchgegossen und erst langsam aufgrund meiner Beobachtungen etwas geändert. Ganz wichtig ist hierbei auch das verwendete Substrat. Aber das ist ein anderes Thema.

    Gruß Ralf
     
  5. Jensemann

    Jensemann Leser

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    Solch hohen Leitwert hat euer Regenwasser? Also bei uns hab ich 10 gemessen. In einigen Regionen wurde wohl schon bis zu 70 gemessen. Aber 150 ? Schau mal, ob dein Leitwertmesser richtig funktioniert.
     
  6. monki

    monki Leser

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    Jens, ich denke entscheidend ist das "zusaetzlich"....;)

    Lg, Anja
     
  7. Oh_oh

    Oh_oh Guest

    Naja, soviel "zusätzlich" lasse ich dann aber auch nicht zu. Ich bekomme die absolute Panik vor kalten, regenreichen Sommerwochen. Da beginnt dann ganz schnell die Wanderbewegung nach Drinnen. Kalt heißt für meine Temperierten gleich unter 15 Grad in der Nacht.

    Meine Regenwassermessung ist schon eine Weile her. Ich könnte sie mal wiederholen, nur, was ist Regen? Habe es in diesem Sommer fast vergessen.

    Gruß Ralf
     
  8. Georga

    Georga Guest

    Danke erst mal für die Antworten, fange gerade an zum Teil umzustellen, in die OT (wie ich es da machen muß weiß ich, ist ein Versuch mit einigen wenige Pflanzen erst mal) und dazu passend diese Erde und Seramis - alles aus einer Hand. Der Rest steht noch in normaler Orchideenerde, da am blühen. Oder z. Teil aufgebunden in der Orchivitrine - da bin ich aber noch am basteln und so wie es jetzt ist gefällt es mir nicht ..also kann ich Orchideendünger auch sprühen wenn er die richtige bezw. schwachen Wert hat. Cattleyas sind eigentlich meine absoluten Favoriten, bei uns gibt es hin und wieder mal welche ohne Namen, die dürfen dann mehr Dünger ?... ich sehe schon - noch mehr lesen. Hatte Probleme mit dem Gedanken düngen - trockene Erde/Wurzeln, da es ja heißt das soll man nie machen. Werde also für mich einen Weg finden müssen mit dem auch die Pflanzen leben können ohne Schaden zu nehmen. Persönlich wäre ich für weniger und öfters da ich denke das das selbst wenn die Wurzeln mal trocken sind keine Schäden bekommen.
    Allen ein schönes Wochenende Gruß Gabriela
     
  9. Jensemann

    Jensemann Leser

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    Also habe ich das mit dem Leirwert des Regenwassers nicht falsch verstanden. Bei meiner Anmerkung ging es mir darum, das gemessene Leitwerte von 150 bei Regenwasser falsch sein müssen. Somit sind die mit diesem Leitwertmesser ermittelten Werte des Gieß und Düngerwassers ebenfalls falsch.
    Wenn das Messgerät kalibrierbar ist, so sollte dieses dringend kalibriert werden.
    Bei Regenwasser sind Werte zwischen 30 und 60 Micro normal.
     
  10. Jensemann

    Jensemann Leser

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    @Georga

    Meine Erfahrungen sind, besser mit dem Düngen sparsamer umgehen. Hat die Pflanze Hunger bildet sie mehr Wurzeln um mehr Nahrung aufnehmen zu können, was den Pflanzen auch gelingt. Diesen Effekt begrüße ich sehr, abgesehen davon, daß selbst kleine Phalenopsen schnell mal ihren Topf sprengen.
    Anders herum bilden zu gut gedüngte Pflanzen kaum Wurzeln. Diesen Effekt kann man manchmal bei Pflanzen aus großen Gärtnereien beobachten. Hier wird über die Blätter gedüngt mit teilweise utopischen Leitwerten. Ergebnis ist üppiges grün und kümmerliches Wurzelwerk.
     
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